Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseIn diesem Beitrag stellen wir Ihnen die wichtigsten Entwicklungen an den Märkten in der 23. Kalenderwoche vor.
 

Aktien

Die Amazon-Aktie hat kürzlich die 1.000-Dollar-Marke durchstoßen, das war erwartet worden. Wir erwarten ein kurzes Retracement, anschließend dürfte die Aktie weiter steigen. Der Rücksetzer muss nicht sofort kommen, er kann auch ganz ausbleiben. Wer in die Aktie einsteigt, kann entweder eine etwas länger laufende Binäre Call-Option wählen (rund ein bis drei Monate Laufzeit) oder auf einen signifikanten Rücksetzer warten, um dann mit einer kürzer laufenden Call-Option einzusteigen. Diese kann durch weitere Call-Optionen ergänzt werden, wenn sich der Trend fortsetzt.

Aktien

Auch die Aktie des Google-Unternehmens Alphabet steigt unaufhörlich, wenn auch etwas volatiler als Amazon. Die Alphabet Inc. wurde von den Google-Gründern Page und Brin gegründet und hat als Mutterkonzern die Google Inc. aufgenommen. Das Konstrukt dient dazu, weitere Unternehmen zu bündeln, die durch die Entrepreneure initiiert wurden, darunter Waymo. Diese Firma befasst sich mit unbemannter Fahrzeugtechnik und hat bereits Testfahrzeuge auf der Straße. Das Ziel ist das selbst fahrende bemannte Auto, das die Tüftler von Waymo bald erreichen dürften. Da alles, was vom Alphabet-Konzern kommt, für Erfolg spricht, glauben wir auch hier an ein weiteres Wachstum des Aktienkurses. Unternehmen wie Google, Apple oder Amazon gehören zu den Konzernen, deren Entwicklung auf erfolgreichen Innovationen beruht und die daher ganz natürlich, wenn auch nicht rasend schnell wachsen. Ein Aktien-Engagement in solche Papiere ist immer zu empfehlen. Ein gewisser Risikofaktor ist möglicherweise der amtierende US-Präsident Donald Trump, der inzwischen die ganze Welt gegen sich aufbringt - inklusive der traditionellsten Verbündeten, nämlich der Briten. Deren Premierministerin Theresa May äußerte sich erst unlängst enttäuscht zu den Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien. Sie seien “nicht mehr so hochwertig wie früher”, so May in einem Statement. Das könnte auf die US-amerikanische Ökonomie und damit selbst auf die Technologiekonzerne durchschlagen, muss es aber nicht oder jedenfalls nicht langfristig. Trumps Amtszeit endet früher oder später, vermutlich eher früher.

Globale Entwicklungen

Auch die globale Politik beeinflusst die Wirtschaft. Die unmittelbaren Auswirkungen lassen sich allerdings nicht präzise einschätzen. Auf dem jüngsten G-7-Gipfel ließ sich Donald Trumps Haltung zur internationalen Politik relativ genau studieren. Er zeigte sich nicht nur sehr respektlos gegenüber anderen Staats- und Regierungschefs, er musste auch handfeste Misserfolge hinnehmen. So gelang es ihm nicht, die anderen NATO-Länder dazu zu bewegen, klare Zusagen für höhere Rüstungsausgaben zu machen. Der nächste Fauxpas von Trump war der von ihm initiierte Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Davon hatten ihm selbst große US-Unternehmen abgeraten, die im traditionellen Energiesektor tätig sind. Die Europäer streben nun eine engere Allianz mit China in Klimafragen an. Möglicherweise wird das fernöstliche Riesenreich demnächst die globale Klimapolitik prägen, was angesichts der dort verursachten schädlichen Treibhausgase auch nötig wäre. China betreibt zwar nach wie vor viele Kohlekraftwerke und andere Industrien mit ungeheuren Emissionen. Doch das Land ist auch Technologie-Vorreiter: Auf chinesischen Straßen fahren beispielsweise (in Relation zum gesamten Fahrzeugbestand) wesentlich mehr Elektro-Mopeds als in Europa. Es könnte sein, dass sich die Europäer in Zukunft mehr mit den Chinesen zusammenschließen und auch die wirtschaftliche Zukunft in chinesischen Technologieunternehmen zu finden ist. Bei der Solartechnik stehen schon chinesische Hersteller mit an der Weltspitze, und sei es durch ihre Dumpingpreise der letzten Jahrzehnte. Immerhin konnte der dadurch generierte Absatz ihre Technologien voranbringen.

Einflussreiche Ereignisse der kommenden Woche

Zwei wichtige Ereignisse prägen die kommende Woche bis zum 11. Juni:

  • In Großbritannien finden Parlamentswahlen statt. Ihr Ausgang wird die britische Innen- und Außenpolitik auf Jahre prägen.
  • In einer geschlossenen Sitzung des US-Geheimdienstausschusses wird der von Trump geschasste ehemalige FBI-Chef James Comey zum Verhältnis zwischen Vertretern der Trump-Regierung und der Regierung der Russischen Föderation aussagen. Comeys mögliche Aussagen gelten als brisant: Sie könnten im Extremfall zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump führen. Das wäre möglich, wenn Trump ein Verbrechen wie Meineid, Landesverrat oder Bestechung nachgewiesen würde. Dieses Mittel sieht die US-Verfassung vor (Artikel I, Abschnitt 3), es wurde schon zweimal angewendet - 1868 gegen Andrew Johnson und 1999 gegen Bill Clinton. Richard Nixon kam 1974 dem Verfahren durch Rücktritt zuvor. In keinem Fall kam es tatsächlich zur Amtsenthebung, die Hürden sind sehr hoch. Wenn jedoch Trump auf diese Weise sein Amt verlieren würde und auch schon nach der Einleitung eines solchen Verfahrens wären die Auswirkungen auf die Märkte enorm.

Ölpreis

Nach Donald Trumps Ankündigung, die Pariser Klimavereinbarungen aufzukündigen, war der Ölpreis deutlich gefallen. Der Hintergrund: Die Amerikaner könnten nach einem Ausstieg aus den Klimavereinbarungen unter anderem ihre Schieferölproduktion deutlich erhöhten, was den globalen Ölpreis unter Druck bringen muss. Möglicherweise fällt er sogar auf Jahre.

Ölpreis
Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit binären Optionen ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.

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