Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseDie 24. Kalenderwoche (ab 12.06.2017) wird durch den Ausgang der britischen Parlamentswahlen geprägt. Während in Großbritannien nun große Unsicherheit herrscht, nachdem die Tories unter Theresa May die absolute Mehrheit eingebüßt haben, kommen aus Kerneuropa positive Wirtschaftsmeldungen.
 

Das beeinflusst unter anderem den

Goldpreis:

Schon in der vergangenen Woche zeichnete sich ab, dass der Goldpreis wieder fallen könnte. Ein entscheidender Faktor für den sinkenden Goldpreis war ein positiver EZB-Bericht bezüglich der Inflation, des BIP-Wachstums verschiedener Euroländer und der Kreditvergabe in der Eurozone. Die insgesamt sehr positive Dynamik deutet auf weiter steigende Aktienmärkte hin - ein Szenario, in welchem sich die Anleger traditionell aus dem Gold zurückziehen. Momentan sehen wir ein bullisches "Double top" Muster, das sich im Dax mit Spitzen über 12.800 Punkten gebildet hat. Wenn dieses überschritten wird, dürfte die Aufwärtsbewegung erneut an Fahrt gewinnen.

Goldpreis

Aktien

Die Aktie der chinesischen Alibaba Group Holding (WKN: A117ME, ISIN: US01609W1027) sprang letzte Woche von 120 bis über 142 Dollar, am Montag (12.06.17) steht sie zum europäischen Börsenschluss bei 139,15 Dollar. Es könnte ein kleines Retracement folgen, doch dann wäre ein weiteres schnelles Wachstum zu erwarten. Das Unternehmen betreibt eine der größten Online-Handelsplattformen auf dem Globus, auf Alibaba.com können Kunden unterschiedlichste Produkte von Autos und Motorrädern über Bekleidung, Büroartikel, Geschenke, Kunsthandwerk, Kosmetik, Haus & Garten, Elektronik oder Sport bis hin zu Unterhaltungsgütern kaufen. Zur Holding gehören noch weitere Onlineshops wie Taobao.com, juhuasuan.com, Tmall.com, Aliexpress und Alimama.com, die bestimmte Fachgebiete bedienen. Das jüngste Wachstum von Alibaba hängt unter anderem mit günstigen Prognosen zu den Verkäufen des Milliardärs Jack Ma zusammen. Im Jahr 2017 wird ein Umsatzwachstum des Konzerns um 49 % erwartet. Auch die Apple-Aktie (WKN: 865985, ISIN: US0378331005) könnte ihren Aufwärtskurs fortsetzen. Vom 05. bis zum 09.06. fand die WorldWide Developers Conference statt, Apple gab Informationen zum neuen Iphone 8 und zum HomePod bekannt. Letzteres ist ein akustisches Smart System für das vernetzte Heim, das fortlaufend Berichte über das Wetter, den Verkehr und weitere wichtige News liefert. Es gilt als höchst innovativ und könnte den Apple-Kurs deutlich beflügeln. Am heutigen Montag allerdings sind viele US-Technologiewerte eingebrochen (neben Appel auch Amazon, Alphabet und weitere). Analysten halten das für eine gesunde Korrektur, welche den langfristigen Trend nicht beschädigt und eher eine Einstiegsgelegenheit bietet.

Apple

Britisches Pfund

Die britischen Parlamentswahlen beeinflussten naturgemäß auch den Kurs des britischen Pfundes. Die Labour Party unter Jeremy Corbyn legte deutlich zu, es gibt aktuell keine Mehrheitsregierung in Großbritannien. Das führte zu einem "Hung Parliament" (“hängendes Parlament”), das bei einem Mehrheitswahlsystem als sehr unerwünscht gilt. Die Tories müssen rasch einen Koalitionspartner finden, bislang stünden nur die ultrakonservativen Nordiren der UKIP vielleicht zur Verfügung (vielleicht aber auch nicht). Mit diesen hätte Theresa May eine hauchdünne Mehrheit im Parlament. Das britische Pfund fiel blitzartig nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses, gegen den US-Dollar sank es um 343 Pips von 1,2979 auf 1,2636. Analysten halten ein weiteres Absinken bis in die Region zwischen 1,2150 bis etwa 1,2400 für wahrscheinlich.

GBP

Der Euro fiel gegen den US-Dollar nach der EZB-Erklärung des vergangenen Mittwochs. Die Europäische Zentralbank wird auch ihr QE-Programm fortsetzen, das Deflationsgefahren heraufbeschwört. Das steht im Gegensatz zur an sich positiven Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone (siehe oben), doch Währungsentwicklungen aufgrund von Zentralbankentscheidungen müssen nicht notwendigerweise mit Wirtschaftsentwicklungen korrelieren. Die Abwärtsbewegung könnte sich beim Euro auch aus charttechnischen Gründen fortsetzen. Auf Sicht von drei Jahren pendelt der Euro-Dollar-Kurs in einer großen Range zwischen rund 1,05 bis 1,15 und hat sich nun wieder dem oberen Rand genähert. Daher wäre eine Abwärtsbewegung durchaus plausibel.

EUR

Brent Oil

Der Ölpreis fällt schon seit der letzten Maiwoche und strebt nun wieder der unteren Kante einer großen Range zwischen etwa 40 bis 60 Dollar pro Barrel zu, die sich im Frühjahr 2016 gebildet hat. Vor allem die Opec-Sorten fallen, wie das Opec-Sekretariat heute meldete. Beobachter stauen über den fallenden Ölpreis, weil die Opec gemeinsam mit Russland zuletzt ihre Förderbegrenzung ausweiten wollten, die seit Anfang 2017 gilt und Ende Juni ausgelaufen wäre. Die Verlängerung gilt bis März 2018 und hätte den Ölpreis stabilisieren sollen, was aber nicht geschah. Die Opec hat sich gemeinsam mit Drittstaaten auf eine Drosselung um 1,8 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. US-Frackingfirmen schließen aber diese Lücke, daher gerät der Ölpreis unter Druck. Irgendwann ist allerdings die Untergrenze erreicht: Unter 40 Dollar pro Fass lohnt sich Fracking beim gegenwärtigen Stand der Technik definitiv nicht mehr.

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