Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseWährungen - darunter das Kryptogeld Bitcoin - und wiederum die Apple-Aktie stehen im Fokus unserer Betrachtung in der Kalenderwoche 38 vom 18. bis zum 22. September 2017. Verschiedenste fundamentale Einflüsse sorgen für die geschilderten Preisentwicklungen.
 

EUR/USD

Die gesamte letzte Woche war von der Dominanz des US-Dollars über alle anderen Währungen geprägt. Nachdem jedoch die EZB eine Verringerung ihres QE-Programms ab einer Inflationsrate von zwei Prozent ins Gespräch gebracht hatte, beruhigten sich die Bullen etwas, der Aufwärtstrend verlangsamte sich. Auch die US-amerikanischen Handelsbilanz-Daten am Ende der Woche beeinflussten den Dollar-Kurs eher negativ. Gegen den Euro schloss er unter der psychologisch wichtigen Grenze von 1,20, der Handel lief in einer engen Range ab. Diese dürfte sich in der laufenden Woche fortsetzen, wenn es keine neuen Impulse gibt. Auf Jahressicht hat der EUR/USD Kurs ein signifikantes Hoch erreicht, das für eine Konsolidierung oder gar eine Korrektur gut ist. Auf Sicht von drei Jahren kratzt der Kurs an der Schwelle von 1,22, von wo aus er zum Jahreswechsel 2014/2015 bis fast auf 1,04 abgestürzt war. Sollten die 1,22 überwunden werden, wäre der Weg frei bis über einen Kurs von 1,30.

EUR/USD

GBP/CHF

In der ersten Septemberhälfte hat das Währungspaar GBP/CHF einen Gegentrend zum Preisschwung vom August eingeleitet und steht nun wieder dort, wo es im Mai 2017 und auch schon im September 2016 notiert hatte. Damit markiert das Pfund gegen Franken nun endgültig einen Preiskorridor, dessen Grenzen zwischen rund 1,20 bis 1,30 auszumachen sind. Aus Sicht der technischen Analyse ist es aber nicht unwahrscheinlich, dass diese Range spätestens mit den nächsten Brexitverhandlungen, die am 25. September 2017 beginnen, verlassen wird. Das britische Pfund stand gegen den Franken schon einmal bei 1,80 (1,80 Franken für ein Pfund im Jahr 2009) und sank erst dann ein wenig, doch bis 2015 wurden immer wieder in der Spitze bis zu 1,55 erreicht. Erst der Brexit brachte die britische Währung unter die Räder, wobei ein Ende noch längst nicht absehbar ist. Ein ähnliches Bild zeigt sich in anderen Paarungen mit dem Pfund, den schärfsten Einbruch erlitt dieses gegen den US-Dollar. Gegen den Euro wiederum fällt der Preisrückgang sogar vergleichsweise (und erstaunlicherweise) moderat aus, GBP/CHF liegt in der Mitte.

GBP/CHF

Apple

Am 12. September 2017 präsentierte Apple das von den Fans sehnsüchtig erwartete IPhone 8 - eine Veranstaltung, die nicht nur Käufer, sondern auch Trader interessierte. Erwartungsgemäß sank der Apple-Kurs nach der Vorstellung des jüngsten Geräts aus Cupertino, ein Muster, das es bei allen Präsentationen der vergangenen Jahre gegeben hatte. Sie wurden zum Marktschluss am 12.09. mit $ 158,29 gehandelt, mithin $ 2,25 billiger als zur Marktöffnung am Montag. Die Prognose für die Zukunft heißt nun wiederum - ebenfalls nach dem Muster der Vorjahre -, dass die Aktien dieses Technologie-Riesen wieder steigen. Sie könnten nach der vorliegenden technischen Analyse zwar durchaus noch bis $ 158,38 oder gar $ 158,14 korrigieren, doch dann sollte ein neuer Aufwärtstrend auf lange Sicht einsetzen. Positionstrader können diesen Moment zum Einstieg nutzen. Möglicherweise ist Apple kaum jemals wieder so günstig zu haben wie gegenwärtig.

Apple

Bitcoin

In der letzten Woche fiel der Bitcoin mit einem neuen, diesmal jedoch negativen Rekord auf: Die populärste aller Krypto-Währungen musste einen Preisrückgang von ~4.910 auf 2.970 Dollar verkraften, also um fast 40 %. Ursächlich hierfür waren zwei schlechte Nachrichten:

  • Zunächst teilte die chinesische Regierung mit, dass sie keine ICOs von Kryptowährungen mehr zulassen werde und die Schließung von Bitcoin-Börsen anstrebt. ICOs sind Initial Coin Offerings, also das Platzieren einer neuen (Krypto-)Währung. Daraufhin gaben die beiden chinesischen Bitcoin-Börsen BTCC und ViaBTC bekannt, dass sie ihren Betrieb von sich aus zum 30.09.17 einstellen würden, um der Regulierung durch die BoC (Bank of China, chinesische Zentralbank) zu entgehen. Noch schneller reagierte die Zentralbank selbst: Sie ordnete die Schließung der Kryptobörsen an, was noch vor dem 30.09. umgesetzt werden dürfte. China ist für den Bitcoin sehr wichtig: Aufgrund niedriger Strompreise und Arbeitskosten stehen hier die weltweit größten Mining-Farmen.
  • Jamie Dimon, Generaldirektor von JPMorgan, übte in der vergangenen Woche scharfe Kritik am Bitcoin. Diese Kritik vonseiten eines klassischen Bankers ist nicht neu, doch Dimon ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Der Bitcoin sei Betrug, ließ er in einer Rede auf der New Yorker Delivering Alpha Konferenz verlauten. Die Blase seiner abnormen Preissteigerung werde platzen wie einst die Tulpenblase in Holland im Jahr 1637. Damals wurden die von Liebhabern geschätzten, aber nicht einfach zu beschaffenden Tulpen (oder vielmehr ihre Zwiebeln) auf einmal als Spekulationsobjekt zu immer höheren Preisen gehandelt, bis die Blase platzte. Das ist kein Einzelfall der Handelsgeschichte, aber der erste einer gut dokumentierten Spekulationsblase. Nun mag der Vergleich mit dem Bitcoin weit hergeholt erscheinen, aber immerhin kommt er von einem Fachmann - wenn auch einem aus dem Lager der klassischen Banken, denen die unabhängige Krypto-Währung ein Dorn im Auge ist.

Inzwischen - Stand Montag, 18.09.17 - hat sich der Bitcoin wieder deutlich erholt. Zum europäischen Börsenschluss notiert er bei 4.025 Dollar und somit schon wieder rund 27 % über dem Tief von Freitag.

Bitcoin
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