Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseDer EUR/USD, der deutsche Leitindex Dax, Öl und Gold sind die Themen unserer Analyse für die Kalenderwoche 40 vom 2. bis zum 6. Oktober 2017. Während der Dax und andere Indizes neuen Rekorden zustreben - der Dax unter anderem von einem nachlassenden Euro-Kurs getrieben -, schwächelt das Gold nach seinem jüngsten Höhenflug und ist inzwischen weit unter sein Ausbruchsniveau bei 1.300 Dollar gefallen.
 

EUR/USD

Nachdem die Fed angekündigt hat, das US-amerikanische Zinsniveau weiter in kleinen Schritten anheben zu wollen, veränderte sich am Markt die Stimmung. Die US-Währung wertet allmählich wieder auf. Mit dazu beigetragen haben die Pläne von US-Präsident Donald Trump für eine grundlegende Steuerreform, unter anderem soll die Körperschaftssteuer von derzeit 35 % auf 20 % sinken. Das würde das US-Wirtschaftswachstum deutlich beleben, vor allem mittelständische Unternehmen könnten stark profitieren - wenn Trump seine Steuerpläne umsetzen kann, gegen die es freilich Widerstände mangels ernsthafter Gegenfinanzierung gibt. Doch auch eine kleinere Steuerreform würde einen großen Teil der US-Produktion wieder in die Staaten zurückverlagern und damit das Beschäftigungsniveau positiv beeinflussen. Entscheidend ist nun die Haltung des US-Kongresses zur Trump-Reform. Die nächsten Wochen werden daher spannend. Ein stärkerer Doller = schwächerer Euro stützt wiederum auch die europäische Exportwirtschaft, gerade die deutsche Exportökonomie erhält dadurch deutlichen Auftrieb.

EUR/USD

DAX 30

Der deutsche Leitindex strebt seinem Allzeithoch um 12.900 Punkte zu, was unter anderem dem nachlassenden Eurokurs, aber auch der möglichen Fortsetzung des EZB QE-Programms und der nach wie vor robusten Konjunktur geschuldet ist. Die Subvention der europäischen Märkte durch die Anleiheaufkäufe der EZB (Quantitative Easing) beflügelt nahezu alle europäischen Indizes. Beim Dax wird nun das Erreichen des Allzeithochs spannend. An dieser Stelle könnte es eine Korrektur oder eine Konsolidierung geben, dann werden die Karten offensichtlich neu gemischt. Schon am heutigen Montag (2. Oktober) gelangte der Dax in die Nähe von 12.900 Punkten, das Allzeithoch liegt knapp unter 13.000 Punkten. Analysten erwarten indes eine Atempause, bevor dieses Hoch - möglicherweise - überschritten wird.

DAX 30

Erdöl

Die letzte Woche verlief unruhig für das Erdöl. Vergangenen Montag stieg der Preis rasant nach oben, das Öl erreichte ein 5-Monate-Hoch. Der Hauptgrund hierfür war die Absprache zwischen der OPEC und Russland zur Verringerung der Erdölproduktion. Außerdem hatte der türkische Präsident Erdogan eine Transportsperre für Iran vom Ceyhan Port aus verfügt. Anschließend fiel der Ölpreis aber wieder auf bis zu 50.81 Dollar pro Barrel für die US-Sorte WTI. Gegen Ende der letzten Woche nahmen die US-amerikanischen Schieferöl-Produzenten ihre Produktion nach den Stürmen Harvey und Irma wieder auf, was zu einer Erhöhung des Angebots und damit zu einem Preisverfall führte. Dieser setzte sich am heutigen Montag deutlich fort, inzwischen steht WTI bei rund 50 Dollar und damit unter dem Tief vom vergangenen Wochenbeginn. In der laufenden Woche werden die Schieferölproduktion und weitere Schritte von Erdogan den Ölpreis beeinflussen. Möglicherweise hat er heute schon sein vorläufiges Tief der jüngsten Korrektur in einem immer noch intakten Aufwärtstrend erreicht.

Erdöl

Gold

Zu Beginn der letzten Woche schoss der Goldpreis aufgrund der sich veschärfenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea nach oben. Neben dem Gold stieg auch der japanische Yen sehr stark im Wert. Doch die beiden Atommächte konnten ihre Spannungen offenbar wieder abbauen, was wohl offenkundig dem diplomatischen Geschick von US-Außenminister Rex Tillerson geschuldet ist, der sich in China aufhielt und dort trotz der Querschüsse seines Präsidenten offenbar eine Stabilisierung der Situation erreichte. China setzte letztendlich in den letzten Tagen die von der UNO beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea um. Das dürfte das kommunistische Regime sehr treffen, China ist sein mit Abstand wichtigster Handelspartner. Überhaupt ist der Schulterschluss der Chinesen mit den Westmächten für Nordkorea bedenklich, denn gegen die Chinesen, die einen Atomkrieg vor der eigenen Haustür nicht erlauben werden, ist Nordkorea faktisch machtlos. Das Gold verfiel darauf wieder im Preis und setzte seinen schon seit der zweiten Septemberwoche anhaltenden Abwärtstrend fort. Am heutigen Montag (02.10.2017) eröffnete es gar mit einem Gap nach unten und steht zum europäischen Börsenschluss bei rund 1.274 Dollar, während es nach dem jüngsten Aufstieg ab August und dem Überschreiten der wichtigen 1.300-Dollar-Marke in der Spitze bis rund 1.350 Dollar erreicht hatte. Der Dollarpreis beeinflusst natürlich auch das in Dollar gehandelte Gold, der wiederum - siehe oben - durch die geldpolitischen Entscheidungen der Fed und der EZB beeinflusst wird. Gold könnte im Preis noch etwas nachgeben, dafür sprechen mehrere Indikatoren.

Gold
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