Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseIn der Kalenderwoche 6/2018 vom 5. bis 9. Februar 2018 betrachten wir den Bitcoin, auf dessen Kursentwicklung sich aktuell viele Anleger fokussieren. Des Weiteren sind die Aktien des Energieversorgers British Petroleum und des Internetgiganten Google beziehungsweise seiner Muttergesellschaft Alphabet interessant. Außerdem schauen wir uns erneut die Entwicklung beim EUR/USD an.
 

Bitcoin

Beinahe alle Kryptowährungen mussten in den vergangenen Wochen sehr starke Kursrückgänge hinnehmen, den Bitcoin hat es besonders hart getroffen. Vom einstigen Hoch knapp unter 20.000 Dollar, das Mitte Dezember erreicht worden war, fiel der Kurs bis zum heutigen Montagabend (5. Februar) auf 6.600 Dollar. Damit hat die virtuelle Währung über zwei Drittel ihres Wertes - vom Höchststand aus gerechnet - verloren. Der Abstieg verläuft sehr volatil. Nachdem der Bitcoin das psychologisch wichtige Kursniveau von 9.500 Dollar unterschritten und anschließend am Freitag die 7.700 Dollar berührt hatte, kletterte der Kurs zunächst wieder auf 9.500 Dollar, um danach erneut zu fallen. Dass die 9.500 Dollar wieder überwunden werden, erscheint aus gegenwärtiger Sicht sehr unwahrscheinlich. Möglicherweise setzt eine kleine Konsolidierung ein, wenn die 6.600 Dollar als Stütze zunächst halten. Investoren und Trader sind inzwischen zutiefst verunsichert bezüglich dieser und weiterer Kryptowährungen. Die mangelnde Regulierung, Restriktionen durch verschiedene Regierungen und Hackerangriffe auf Kryptowährungsbörsen schrecken offenbar selbst die größten Optimisten und Enthusiasten ab. Beim Bitcoin kommen technische Hürden hinzu, das Mining wird immer schwieriger und lohnt sich beim gegenwärtigen Preis zumindest in Europa (bei den hiesigen Stromkosten) nicht mehr. Analysten von Morgan & Stanley zeichnen bereits ein düsteres Bild: Wenn die Menschen nicht mehr mit ihren Bitcoins bezahlen können, sind diese nichts mehr wert. Die Entwicklung bleibt spannend, doch momentan deutet alles darauf hin, dass eine gigantische Blase platzt.

Bitcoin

British Petroleum

Am Dienstag (6. Februar) will BP seine Daten zu den Gewinnen des letzten Quartals veröffentlichen. Investoren erwarten diese Meldung mit einer gewissen Spannung, denn sie könnte unter Umständen einen Kurssprung auslösen. Daran können auch kurzfristig orientierte Trader partizipieren. Entscheidend für die Bewertung sind die Kosten des Rohöls. British Petroleum ist weltweit der zweitgrößte Öl- und Gaskonzern. Die Veränderung des Ölpreises im Berichtszeitraum schlägt daher unmittelbar auf die Unternehmensgewinne durch. Im letzten Quartal 2017 wurde Öl durchschnittlich um 25 % teurer als im Vergleichszeitraum 2016 gehandelt. Das könnte die Gewinne von BP beflügelt haben. Trader und längerfristig orientierte Investoren könnten in Long-Positionen mit mittlerer Laufzeit einsteigen.

BP

Google (Alphabet)

Die Google Inc. ist im Alphabet-Konzern aufgegangen, doch auch Google selbst ist ein gigantisches Großprojekt mit diversen Einzelunternehmungen, die allesamt unser Leben komfortabler machen. Für den Konzern Alphabet, der sich auch mit Technologien wie Robotern und automatischen Autos befasst, erwirtschaftet Google nach wie vor die höchsten Erträge. Im letzten Quartal war erneut ein Umsatzanstieg um 24 % zu verzeichnen, der zudem den Anstieg im Vergleichszeitraum des Vorjahres überstieg. Dieser hatte bei 22 % gelegen. Allerdings ist Alphabet wie sehr viele US-Unternehmen seit dem Ende der letzten Woche von einer starken Korrekturbewegung betroffen, die aktuell noch anhält. Die Entwicklung des Dollars und die Arbeitsmarktdaten mögen dabei eine Rolle spielen, einige Analysten verweisen aber auch darauf, dass eine solche Korrektur angesichts eines überhitzten Aktienmarktes überfällig war. Möglicherweise ergeben sich jetzt günstige Einstiegsgelegenheiten. Die Zahlen vieler Vorzeigeunternehmen - neben Google auch Amazon, Apple, eBay und weitere Technologiekonzerne - sind überaus positiv, sodass diese Korrektur wohl offensichtlich auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist. Ein Rücksetzer vor einem erneuten Kursanstieg der Aktien von an sich erfolgreichen Konzernen ist durchaus normal. Es sollte danach eine Konsolidierung stattfinden, bevor sich die Kurse erneut aufschwingen. Die meisten Analysten empfehlen aktuell den Kauf solcher Aktien, zum Verkauf rät praktisch niemand, auf das bloße Halten setzt eine Minderheit (unter 10 %) aller Experten. Trader sollten allerdings eine Konsolidierung abwarten, bevor sie in solche Aktien wieder einsteigen. Der Kursrückgang fällt überproportional stark aus. Es drängt sich der Vergleich mit den Kryptowährungen auf, was an die Crashs 2001/02 (Platzen der Dotcom-Blase) und 2007/08 (Subprime-Krise) erinnert. Damals gab es auch nur eine Überhitzung in einem begrenzten Marktsegment, doch am Ende wurde der Gesamtmarkt in Mitleidenschaft gezogen. Diese vorsichtige Hypothese sollten Trader möglicherweise im Hinterkopf behalten.

EUR/USD

In der letzten Woche erreichte der EUR/USD mit über 1,25 das höchste Hoch seit Ende 2014, der Aufwärtstrend ist also unverkennbar. In der laufenden Kalenderwoche erwarten wir eine kurze Korrektur, die Niveaus von 1,24 und 1.2325 gelten als mögliche Unterstützungen. Impulse wird es geben, Mario Draghi positioniert sich in dieser Woche zur weiteren EZB-Politik, aus den USA gibt es Konjunkturdaten. Daher lohnt es sich, die Entwicklung beim EUR/USD eng zu verfolgen.

Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit binären Optionen, Forex und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
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