Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseUnsere Marktanalyse für die Kalenderwoche 41 vom 8. bis 12. Oktober 2018 befasst sich mit den beiden Währungen EUR/USD und GBP/USD sowie mit dem Ölpreis. In diesen Assets sind aufgrund aktueller Entwicklungen entscheidende Bewegungen zu erwarten.
 

EUR/USD

Der Eurokurs sinkt derzeit gegen den des US-Dollars, obgleich die Wirtschaftsnachrichten aus den USA eher gemischt ausfallen. Der jüngste Arbeitsmarktbericht zeigte eine geringfügige Verschlechterung der Beschäftigungszahlen im nichtlandwirtschaftlichen Sektor, was allerdings auch saisonale Ursachen hat, wie der Fed-Chef Jerome Hayden Powell unterstrich. Der September ist traditionell ein eher schwacher Monat für den US-Arbeitsmarkt. Möglicherweise steigen die Beschäftigtenzahlen vor dem Winterhalbjahr noch einmal an. Insgesamt erfreut sich das Land einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote, wie sie das letzte Mal vor einen knappen halben Jahrhundert registriert worden war. Diese Tatsache, die insgesamt robuste US-Wirtschaft und die jüngste Leitzinsanhebung der Fed sorgen für eine anhaltende Dollarstärke. Weitere Wirtschaftsnachrichten der laufenden Handelswoche werden ab Mittwoch veröffentlicht. Dann stehen die US-Erzeugerpreise an, am Donnerstag folgt dann aus Europa das Protokoll der letzten EZB-Sitzung. Die Spitze der Europäischen Zentralbank wird sich ein weiteres Mal zu ihrer kommenden Geldpolitik äußern, was den Kurs der europäischen Währung beeinflussen dürfte. Ebenfalls am Donnerstag melden die USA ihre Inflationsdaten, hier wird eine leichte Steigerung erwartet. Noch in diesem Jahr – wahrscheinlich im Dezember – könnte daher unter Umständen ein weiterer Zinsschritt der Fed folgen. Am Freitag werden Produktionszahlen aus der EU gemeldet, Bloomberg erwartet hier einen Zuwachs. Ebenfalls am Freitag meldet die Michigan University den US-Verbraucherpreisindex und die Verbraucherstimmung. Ein Dauerbrenner bleibt der Handelskonflikt der USA gegen viele Wirtschaftsnationen, der allerdings weder dem Dollarkurs noch den US-Indizes bislang geschadet hat.

EUR/USD

GBP/USD

Das Pfund Sterling zeigte unter allen Währungen der letzten Woche wohl die beste Entwicklung. Es könnte sich dabei um eine technische Gegenreaktion zum lang anhaltenden Kursverfall seit dem Brexitprozess handeln, die vielleicht sogar die britische Währung wieder auf ein eher normales, der Wirtschaftskraft Großbritanniens angemessenes Niveau hebt. Der Kursrückgang der letzten Monate war zweifellos eine Übertreibung. Der Brexit selbst dürfte nach aller Voraussicht wohl hart verlaufen, ein vernünftiger Deal mit der EU ist nicht in Sicht. Die großen Investoren haben jedenfalls die Hoffnung auf eine Einigung zwischen den Briten und dem Kontinent aufgegeben, man bereitet sich auf den harten Schnitt vor. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der EU-Verhandlungsführer Michel Barnier immer wieder betont, die EU bleibe gegenüber dem Vereinigtem Königreich absolut verhandlungsbereit und könne auch noch neue Angebote auf den Tisch legen. Bislang sind die Partner allerdings in den wesentlichen Fragen – zollfreier Zugang zum EU-Binnenmarkt für die Briten, keine harte Grenze zwischen Großbritannien und Nordirland – keinen Schritt weitergekommen. Die von der britischen Premierministerin Theresa May ausgearbeiteten Pläne werden weder von der EU noch von der einheimischen Opposition akzeptiert, selbst große Teile ihrer eigenen Partei sind dagegen. Dementsprechend äußerte sich May auf dem Parteitag der Konservativen in der vergangenen Woche dergestalt, dass auch sie inzwischen eher einen harten Brexit als einen unter für Großbritannien unzumutbaren Bedingungen befürworte. Am morgigen Mittwoch (10. Oktober) trifft sich Theresa May mit den EU-Unterhändlern, die ein neues Angebot vorlegen wollen. Das Ergebnis dieses Treffens dürfte den Kurs des britischen Pfunds gegen den Dollar und den Euro beeinflussen. Ebenfalls am morgigen Mittwoch gibt es interessante Wirtschaftsnachrichten, unter anderem die Veröffentlichung des britischen Bruttoinlandsprodukts. Die verarbeitende Industrie des Landes soll inzwischen wieder deutlich wachsen, was das Pfund weiter stärken könnte. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Handelsbilanz Großbritanniens, wobei zwei Zahlen veröffentlicht werden: unter Einschluss des Handels mit der EU und ohne diesen Handel. Am morgigen Mittag gibt Andy Haldane in seiner Eigenschaft als Ausschussmitglied für Geldpolitik der BoE ein Statement ab. Dabei wird es um die künftige Leitzinspolitik der Briten gehen, die sich von der EZB-Politik abkoppeln und eher der Fed-Politik folgen dürfte. Auch das könnte das Pfund weiter stärken.

GBP/USD

Öl

Die Entwicklung des Ölpreises, der zuletzt deutlich gestiegen war, ist derzeit schwer zu prognostizieren. Es gibt sehr viel gegensätzliche Einflüsse. In den USA sinkt derzeit die Zahl der Ölbohranlagen auf zuletzt 861, die US-Förderung lässt also nach. Am vergangenen Freitag erklärte ein Vertreter der US-Regierung, dass man derzeit über Ausnahmeregelungen für diejenigen Länder befinde, die nach wie vor auf iranische Ölimporte angewiesen sind, obgleich die US-Sanktionen gegen den Iran ab dem 4. November in Kraft treten. Es sind darunter den USA wohlgesonnene Länder wie Indien, ein Großabnehmer iranischen Öls mit Einfuhren von neun bis zehn Millionen Barrel monatlich. Das bedeutet, dass möglicherweise die iranische Ölproduktion nicht so stark sinkt wie erwartet und damit auch der Ölpreis weniger stark steigt. Außerdem steht der Handelskrieg zwischen den USA und China im Raum. Wenn dieser die globale Konjunktur ankratzt, dürfte die weltweite Industrieproduktion und mit ihr die Nachfrage nach Öl sinken. Das spräche für wieder fallende Ölpreise. Davon abgesehen könnte Saudi-Arabien den iranischen Exportausfall vermutlich vollständig kompensieren. Daher könnten die Bedenken wegen der US-Sanktionen gegen den Iran schon in den Preissteigerungen der letzten Wochen eingepreist gewesen sein. Der Ölpreis könnte also sehr gut wieder sinken.

Öl
Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit Optionen, Kryptowährungen und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. 73-89 % aller Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
Im Rahmen von Partnerprogrammen kann die erfolgreiche Promotion von auf dieser Website gelisteten Anbietern vergütet werden.

In unserem kostenlosen binäre Optionen Newsletter halten wir Sie über Broker, Bonus-Angebote und wichtige Neuigkeiten rund um den Handel mit binären Optionen auf dem Laufenden!
(Ihre E-Mail Adresse wird an die datenschutz-zertifizierte Newsletter-Software Newsletter2Go zum technischen Versand weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung).

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung.Ok

IQ Option Demokonto

Jetzt 10.000 € virtuelles Guthaben bei IQ Option sichern

Risikowarnung: Ihr Kapital könnte gefährdet sein

Nein, Danke.