Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseIn Kalenderwoche 43 vom 22. bis zum 26. Oktober 2018 befassen wir uns aus naheliegenden Gründen mit dem EUR/USD und dem USD/CAD. Schließlich wollen wir noch einen Blick auf den Ölpreis werfen.
 

EUR/USD

Italien steht in der laufenden Woche im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Die EU-Kommission möchte den neuen italienischen Schuldenhaushalt nicht akzeptieren, doch die Italiener beharren auf ihren souveränen Entscheidungen. Am Dienstag (23.10.) wird die EU-Kommission den italienischen Haushalt, der eine geplante Überschreitung der EU-Schuldenobergrenze vorsieht (um 2,4 %), genehmigen oder ablehnen. Wenn die Italiener, deren Staatsanleihen heute (22.10.) von der Ratingagentur Moody’s als Ramsch eingestuft wurden, mit ihrem Haushalt durchkommt, dürfte es Nachahmungseffekte in der EU geben. Es droht dann eine gewaltige Finanzkrise in der Eurozone, die das Währungspaar EUR/USD beeinflussen wird. Doch auch von der EZB gibt es wieder neue Nachrichten. Am kommenden Donnerstag entscheidet sie neu über den europäischen Leitzins, bei dem allerdings keine Änderungen erwartet werden. Die EZB-Führung unter Mario Draghi hat schon vor längerer Zeit angekündigt, vor Ende 2019 den Leitzins nicht anzutasten – unabhängig davon, was die US-amerikanische Fed macht. Neben diesen Nachrichten werden in der laufenden Woche wieder interessante Statistiken veröffentlicht. Am Mittwoch kommen Zahlen zur Beschäftigung in der Eurozone, Verbesserungen werden nicht erwartet. In den USA werden die Verkäufe von Neubau-Wohnimmobilien gemeldet. Außerdem stellt die Fed am Mittwoch ihr Beige Book vor. Am Donnerstag veröffentlicht Deutschland den einheimischen Geschäftsklimaindex, außerdem äußert sich EZB-Präsident Mario Draghi zur Situation der Euro-Währung inklusive der Prognosen zur Kursentwicklung vonseiten der EZB. In den USA gibt es am Donnerstag Zahlen zur Bestellung von Investitionsgütern. Der Außenhandelssaldo wird ebenfalls veröffentlicht, der unter dem Handelskrieg mit China gelitten haben dürfte. Am Freitag schließlich veröffentlichen die USA ihr BIP für das Q3, die Universität von Michigan gibt Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen heraus.

EUR/USD

GBP/USD

Die interessantesten Meldungen zum Währungspaar USD/CAD gibt es am Mittwoch, dann wird die kanadische Zentralbank eine Leitzinsentscheidung bekannt geben. Wie immer folgt nach der Sitzung eine Pressekonferenz, auf der die Banker neben der Bekanntgabe des möglicherweise neuen Leitzinses auch ihre künftige umfassendere Geldpolitik kommunizieren. Womöglich entschließen sich die Kanadier zu einem Zinsschritt nach oben, welcher der dritte im laufenden Jahr wäre. Der nördliche Nachbar der USA würde damit den Entscheidungen der Fed folgen und damit für ein ungefähres Gleichgewicht zwischen den beiden Dollarwährungen sorgen. Allerdings befinden sich die beiden Länder derzeit in schwierigen Verhandlungen über ihr Freihandelsabkommen NAFTA, das den Handel zwischen den beiden nordamerikanischen Volkswirtschaften und damit auch das Verhältnis ihrer Währungen zueinander beeinflusst. Die kanadische Wirtschaft boomt bei Weitem nicht so wie die US-amerikanische. Es gibt Probleme auf dem Arbeitsmarkt, gleichzeitig steigt die Inflation langsamer als erwartet. Allerdings stieg das Bruttoinlandsprodukt zuletzt, doch vorrangig wegen höherer chinesischer Ölimporte aus Kanada, die wiederum wegen des Handelskrieges zwischen den USA und China zustande kamen. Die Chinesen verzichten nun überwiegend auf US-Öl und beziehen es woanders, darunter auch aus Kanada. Wenn die Wirtschaft auch nur halbwegs stabil bleibt, kann die kanadische Zentralbank den Leitzins (leicht) erhöhen, ansonsten würde sie damit möglicherweise die Konjunktur abwürgen. Viel wird von der Pressekonferenz nach der Leitzinsentscheidung abhängen, denn die Marktakteure beobachten derzeit die Entwicklung in dem nordamerikanischen Staat sehr genau. Wie auch immer die kanadischen Zentralbanker sich bezüglich des Leitzinses entscheiden: Sie müssen diese Entscheidung sehr gut begründen. Ansonsten droht ein Kursverlust der kanadischen Währung.

USD/CAD

Öl

Der Rohölpreis ist in der letzten Woche wieder gesunken, die US-Sorte WTI notiert am heutigen Montagabend (22. Oktober) bei 69,55 $. Ab dem 4. November treten die US-amerikanischen Sanktionen gegen den Iran in Kraft, die den Ölpreis nach oben treiben könnten, aber keinesfalls müssen. Darüber berichteten wir schon letzte Woche. Das OPEC-Mitglied Saudi-Arabien äußerte sich zuletzt gelassen zum Ölpreis und den Fördermengen. Es sei genug Angebot da, hieß es aus Riad, was bedeutet, dass der Markt einen Rückgang der iranischen Exporte gut verkraftet. Saudi-Arabien will deshalb auch nicht die Fördermengen der OPEC-Staaten erhöhen. Andererseits beginnt soeben das Winterhalbjahr, in welchem traditionell der Ölpreis durch den höheren Heizölbedarf steigt. Die USA wiederum haben gerade leicht die Zahl ihrer Bohranlagen erhöht, aus den Staaten dürfte daher in den nächsten Monaten wieder mehr Öl kommen. Wie sich der Ölpreis entwickelt, ist derzeit schwer einzuschätzen. Er läuft schon eine geraume Zeit (WTI) in einer Range zwischen rund 63 und 75 Dollar.

Öl
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