Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseIn der Kalenderwoche 48 vom 26. bis zum 30.11.2018 betrachten wir den EUR/USD, das Gold und die US-Ölsorte WTI. Es ist eine Woche mit vielen kritischen Entscheidungen, welche die Kursentwicklung dieser Assets beeinflussen dürften.
 

EUR/USD

Ende dieser Woche findet der G20-Gipfel statt, bis dahin sollten Investoren eher vorsichtig agieren. In Buenos Aires auf dem Gipfel wollen die Führer der USA und Chinas miteinander verhandeln. Es geht um den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den beiden führenden Wirtschaftsmächten. Der Markt hofft darauf, dass Donald Trump gemeinsam mit dem chinesischen Staatsführer Xi Jinping zu einem Kompromiss findet. Allerdings ist kaum zu erwarten, dass die Chinesen allzu große Zugeständnisse machen. Vom Ergebnis der Verhandlungen könnte die weitere Dollarkursentwicklung abhängen. Für den Euro ergibt sich eine neue Situation durch die Brexitverhandlungen, die zwar zwischen Theresa May und der EU-Kommission mehr oder weniger erfolgreich beendet wurden, deren Ergebnis sich aber die britische Premierministerin noch von ihrem eigenen Parlament absegnen lassen muss. Die Aufgabe für Theresa May gilt als sehr schwierig, weil selbst Abgeordnete ihrer eigenen Partei dem gefundenen Kompromiss skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Selbst eine Unterschriftensammlung für ein Misstrauensvotum gegen die Premierministerin ist schon im Umlauf. Weitere Schwierigkeiten für den Euro ergeben sich durch das Sorgenkind Italien. Die Regierung in Rom will ihren Haushaltsplan für 2019 nicht an die Forderungen der EU-Kommission anpassen, die den ersten Entwurf abgelehnt hatte. Dieser verstößt gegen das EU-Haushaltsrecht, doch der italienische Ministerpräsident Matteo Salvini hatte sich eindeutig geäußert. Man werde nicht nachgeben, so Salvini. Sein Land brauche die Neuverschuldung, die über den Fiskalnormen der EU liegt, um sich weiter angemessen entwickeln zu können. Die EU-Mitglieder werden nun in den kommenden zwei Wochen entscheiden, ob sie der Entscheidung der EU-Kommission zustimmen. Wenn sie entsprechend abstimmen, erwartet Italien ein Defizitverfahren mit schmerzhaften Sanktionen, das den Eurokurs unter Druck bringen dürfte. Außerdem gibt es in dieser Woche wie immer wirtschaftliche Fundamentaldaten in der EU und in den USA, darunter folgende:

  • USA: Verbrauchervertrauen, BIP für das 3. Quartal, Wohnungsverkäufe (Neubau), Verbraucherpreisindex, Geschäftstätigkeit und Fed-Protokoll
  • EU: Geschäfts- und Konsumklima sowie Arbeitslosenzahlen in Deutschland, BIP in Frankreich, Arbeitslosenzahlen und Inflation der EU

Die europäische Wirtschaft scheint derzeit zu schwächeln, während sich die US-Wirtschaft als sehr robust präsentiert. Es wird daher im Dezember ein weiterer Zinsschritt der Fed erwartet.

EUR/USD

Gold

Das Gold notiert derzeit in einer Range zwischen ~1.210 und 1.230 $/oz, der Abverkauf – wahrscheinlich durch Hedgefonds ausgelöst – hat sich beruhigt. Die weltwirtschaftliche Unsicherheit durch den Handelsstreit zwischen den USA und China beflügelt leicht den Goldkurs, auch fällt die Alternative der Kryptowährungen, die bis Ende 2017 viel interessanter als Goldinvestitionen erschien, inzwischen komplett aus: Die Kryptos stehen massiv unter Druck, seit dem 19. November sind die Kurse crashartig gefallen. Beim sehr stromintensiven Bitcoinmining stellen die ersten Farmen inzwischen ihre Arbeit ein, das Mining lohnt sich beim derzeitigen Bitcoin-Kurs um ~4.000 Dollar kaum noch – selbst in Zentralchina bei geringsten Stromkosten nicht mehr. Damit wird Gold als Alternative zu unsicheren Aktienkursen wieder interessanter. Wenn sich beim Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping keine Entspannung andeutet, dürften die weltweiten Aktienkurse nachgeben, während der Goldpreis wieder steigen könnte. Der US-Präsident will ohne Einigung Ende dieser Woche die Handelszölle gegen chinesische Einfuhren auf 25 % erhöhen. Der Schritt soll im Januar 2019 in Kraft treten. Das kann der Wirtschaft nicht gefallen, den Goldinvestoren hingegen schon.

Gold

WTI

Das schwarze Gold unterliegt derzeit einem nachhaltigen Kursverfall, WTI notiert am heutigen Mittwoch (28.11.18) bei ~51,55 Dollar pro Barrel. Der Preissturz begann im Oktober und hält dauerhaft an. Mit dem Unterschreiten des Kurslevels von 52 Dollar und dem Touchieren der psychologisch wichtigen 50 Dollar sind die Investoren nun offenbar von einem weiteren Kursrückgang überzeugt, der (mindestens) bis zum Tief von 42 Dollar aus 2017 reichen könnte. Auch der Ölpreis dürfte durch den Handelsstreit beeinflusst werden. Wenn die Weltwirtschaft und vor allem der Welthandel in eine Rezession schlittern könnten, würde Öl deutlich weniger nachgefragt. In der nächsten Woche findet eine OPEC-Sitzung statt, in der die Teilnehmerländer über ihre zukünftigen Fördermengen beraten werden. Trader sollten darauf, auf die G20-Verhandlungen in Buenos Aires und auf die Zahl der US-Bohranlagen schauen. Für Letztere gab das US-Unternehmen Baker Hughes am vergangenen Freitag eine Reduktion um drei Einheiten an, was die US-Förderung leicht verringern wird. Offenbar versuchen die US-Ölkonzerne, wenigstens den für den US-Markt bedeutsamen WTI-Preis damit etwas zu stabilisieren. Ob ihnen das gelingt, werden die nächsten ein bis zwei Wochen zeigen.

Öl
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