Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseDie Währungen EUR/USD und GBP/USD sowie das Öl bieten den interessantesten Stoff für unsere Marktbetrachtung in Kalenderwoche 5/2019 vom 28. Januar bis zum 1. Februar 2019. In Europa beobachtet man mit Spannung die Entwicklungen in Großbritannien, das mit einem Brexit-Fahrplan ringt. Die politische Entwicklung in Venezuela dürfte Auswirkungen auf den Ölpreis haben.
 

EUR/USD

Diese Woche wird vom Machtkampf in Venezuela geprägt, gleichzeitig wird die Fed neu über ihre Geldpolitik befinden. Der Fed-Chef Jerome Powell hat die schwierige Aufgabe, seine nach jüngsten Statements leicht abgebremste Geldpolitik angemessen zu kommunizieren. Eigentlich wollte die Fed die Zinsen schneller erhöhen, doch angesichts der neuen globalen Unsicherheiten musste sie das Tempo herausnehmen. Das soll aber die Wirtschaft nicht verunsichern. Die USA stehen immer noch mit China in Verhandlungen zum Handelsstreit. Die Chinesen haben inzwischen signalisiert, dass sie durchaus bereit sind, auf ein Gleichgewicht in der Handelsbilanz beider Länder hinzuarbeiten. Die Europäer sind währenddessen vollends mit ihrem Brexit befasst, inzwischen wandte sich sogar die Queen mit beruhigenden Worten an ihr Volk. Ein weiterer Faktor des Kräftespiels ist der Shutdown in den USA, der zwar vorläufig beendet wurde, jedoch schon im Februar erneut eintreten könnte, wenn Donald Trump sich nicht mit den Demokraten über seine Pläne zur Grenzbefestigung im Süden einigen kann. Am Dienstag wird das britische Parlament über einen Plan B zum Brexit befinden, den Theresa May vorlegen muss. In den USA erfolgen ab Dienstag Daten zum Verbrauchervertrauen sowie zum BIP im 4. Quartal 2018. Zahlen aus Europa sind das französische BIP (Veröffentlichung am Mittwoch) und die Inflationsrate in der EU. Die Indizes der Geschäftstätigkeit in den USA und Europa spielen diese Woche ebenfalls eine Rolle.

EUR/USD

GBP/USD

In der britischen und kontinentaleuropäischen Wirtschaft herrscht gegenwärtig große Sorge um den Brexit. Alle europäischen Unternehmen einschließlich der britischen appellieren dringend an die Regierung in London, ein geordnetes Austrittsverfahren auf den Weg zu bringen. Jedoch bereiten sich die grenzübergreifend handelnden Firmen schon länger auf einen harten Brexit vor. Die Situation im britischen Parlament schätzen Wirtschaftsvertreter inzwischen als sehr schlecht ein. Wie dieses über den “Plan B” von Theresa May abstimmt, wissen wir am Dienstagabend. Aktuell erwägen rund 200 Firmen, ihre Standorte in Großbritannien aufzugeben. Darunter sind britische Unternehmen, die ihre Zentrale nach Kontinentaleuropa verlegen könnten, und EU-Unternehmen, die in Großbritannien starke Standorte aufgebaut haben (etwa der deutsche Automobilkonzern BMW), die sie mittelfristig aufgeben könnten. Wenn es einen harten Brexit gibt, dürfte das Pfund unter Umständen im freien Fall abstürzen, denn so einen Aderlass hält keine Wirtschaft unbeschadet aus. Regeln lassen sich die Verhältnisse aber nur politisch. Ein belastbares Szenario für den Brexit ist wahrscheinlich ab Mittwoch dieser Woche zu prognostizieren. Ab diesem Zeitpunkt dürfte es spannend werden, das Währungspaar GBP/USD zu beobachten.

GBP/USD

Öl

Zuletzt hatte eine relativ gute Stimmung unter den Erdölhändlern geherrscht, in dieser Woche nun dürfte sich die Situation drastisch ändern. Aufgrund der politischen Entwicklungen haben die USA am gestrigen Montag (29. Januar) Sanktionen gegen die venezolanische Erdölindustrie verhängt, die 90 % des Auslandsgeschäfts von Venezuela generiert. Venezuela ist das Land mit den größten Erdölvorkommen der Welt, die USA haben also den empfindlichsten Punkt überhaupt getroffen. Nicht nur die venezolanische Wirtschaft wird unter Druck geraten, auch der Ölpreis dürfte auf die Sanktionen reagieren – wahrscheinlich mit einem Anstieg. Allerdings haben die USA dem aktuell schon wieder mit der Eröffnung neuer Bohranlagen im Inland entgegengewirkt. Nicht zuletzt könnte die OPEC ihre Förderquoten wieder erhöhen, was eine mögliche Ölknappheit durch die venezolanische Entwicklung umgehend kompensieren würde. Sogar die Venezolaner selbst, die bislang ihr Öl vorwiegend in die USA exportieren, könnten sich rasch neue Abnehmer suchen. Daher ist eine Ölpreissteigerung aufgrund der venezolanischen Krise kein Selbstläufer, der Ölpreis könnte auch stagnieren oder aufgrund diffuser Reaktionen sogar fallen. Ein weiterer Faktor für die Ölpreisentwicklung ist die chinesische Wirtschaft, die nach wie vor Zeichen von Schwäche zeigt. Sie dürfte auch von den aktuellen Verhandlungen mit den USA zum Handelsstreit beeinflusst werden – mit Folgen für die Ölimporte Chinas und damit den Ölpreis. Die Gemengelage ist derzeit sehr unübersichtlich. Experten schätzen vorsichtig, dass der Ölpreis der US-Sorte WTI in der laufenden Woche zwischen 51,5 bis 54,5 Dollar pro Fass konsolidieren könnte. Jedoch ist davon auszugehen, dass jede neue Nachricht zu den politischen Ereignissen in Venezuela preisbeeinflussend wirkt.

Öl
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