Binäre Optionen Marktanalysen

MarktanalyseDer EUR/USD, das Paar GBP/USD und das Öl stehen im Fokus unserer Marktanalyse der Kalenderwoche 50 vom 10. bis zum 14. Dezember 2018. In der ereignisreichen Woche deuten sich interessante Kursentwicklungen an.
 

EUR/USD

Die US-Konjunktur könnte sich abkühlen, denn der Arbeitsmarktbericht am letzten Freitag fiel schwach aus. Im nichtlandwirtschaftlichen Sektor gab es zwar eine sehr leichte Erhöhung der Beschäftigungszahlen, jedoch bewegen sich diese zurzeit auf einem insgesamt eher niedrigen Stand. Auch die Lohnzuwächse fielen nur sehr moderat aus. Die Investoren beobachten traditionell am Jahresende die wirtschaftlichen Rahmendaten sehr scharf, weil sie bereits für das kommende Jahr planen. Möglicherweise flaut die lange Erholung an den Aktienmärkten nun wirklich ab. Das könnte auch zu einer Änderung der Fed-Pläne bezüglich der US-Leitzinsanhebungen führen. Hierfür dürfte der US-Inflationsbericht eine Rolle spielen, der in dieser Woche am Mittwoch (12.12.) veröffentlicht wird. Inzwischen zeigen die Indikatoren nur noch einen winzigen Inflationsanstieg von 0,1 % an. Innerhalb der Fed könnten nach Insiderberichten allmählich die Tauben die Oberhand gewinnen, die für eine moderatere Zinspolitik werben. Damit könnte unter Umständen die kommende Zinsanhebung der Fed vorerst verschoben werden. Auch der Freitag wird ein wichtiger Tag für das Währungspaar EUR/USD, denn an diesem Tag werden die Verkaufszahlen im US-Einzelhandel veröffentlicht. Diese sorgen für das Gros des US-Bruttoinlandsprodukts. In Europa findet eine EZB-Sitzung statt, auf welcher auch über den künftige Euro-Leitzins verhandelt werden soll, allerdings sind keine Änderungen zu erwarten. Ihr laufendes QE-Programm will die EZB im laufenden Monat beenden, jedoch könnte ein neues, ähnliches Programm aufgelegt werden. Am Freitag folgen Daten zur EU-Wirtschaftstätigkeit inklusive des Dienstleistungssektors. Insgesamt agieren die Investoren gegen Ende des Jahres 2018 relativ nervös, denn die erwartete Jahresendrallye fiel aus. Die Märkte fallen sogar, der Dax markierte am heutigen Montag (10.12.) das fünfte Tagestief in Folge. Der EUR/USD hat hingegen erst heute die Kursrichtung geändert, er fiel deutlich nach dem Aufschwung der letzten drei Handelstage. Auf Sicht von zwei Monaten jedoch läuft er bislang in einer großen Range zwischen ~1,1214 bis 1,1500 seitwärts.

EUR/USD

GBP/USD

In Großbritannien dreht sich derzeit alles um die Abstimmung des Parlaments über den Brexit-Deal mit der EU, die vorläufig ausgesetzt wurde. Offenbar erwarten die Anleger nichts Gutes, denn das Pfund stürzte am heutigen Montag nach der Ankündigung der Abstimmungsverschiebung gegen den Dollar auf den tiefsten Stand der letzten anderthalb Jahre. Großbritannien ist derzeit tief gespalten in die Befürworter und Gegner des Brexits. Noch schwerer dürfte aber die Unsicherheit wiegen, ob der Brexit überhaupt kommt und ob er geordnet oder chaotisch abläuft. Nach einer Entscheidung des EuGH hat das Land mehrere Optionen: Es kann mit oder ohne Deal aus der EU ausscheiden, es kann aber auch die Brexit-Pläne komplett aufgeben und in der EU verbleiben – und zwar ohne vorher die Einwilligung des EU-Parlaments einholen zu müssen. Dementsprechend stark positionieren sich derzeit die Brexit-Gegner, die am heutigen Montag wieder lautstark in London demonstrierten. Eigentlich könnte das Pfund steigen, doch die Eskalation im britischen Parlament ließ es nun abstürzen. Wenn es wahr ist, dass die Märkte die meisten fundamentalen Entwicklungen antizipieren, könnte das auf einen chaotischen Brexit, möglicherweise auf ein Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin und nachfolgend auf schwere Zeiten für Großbritannien und auch die EU hindeuten. So ließe sich jedenfalls der heute Crash des britischen Pfunds deuten. Doch die Märkte sind keine Propheten, sie überreagieren bekanntermaßen auch einmal. Immerhin gibt es durchaus auch handfeste Wirtschafts-News aus Großbritannien. Am Dienstag werden Daten zum Arbeitsmarkt und zur Lohnentwicklung veröffentlicht, möglicherweise erholt sich dann das Pfund wieder ein wenig.

GBP/USD

Öl

In der letzten Woche tagte die OPEC und vereinbarte eine Beschränkung der Fördermenge auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag. Damit soll der Ölpreisverfall gestoppt werden. Ob das gelingt, ist noch nicht ausgemacht. Die OPEC repräsentiert nur noch ~40 % der weltweiten Ölförderung. Große Player sind unter anderem die Nicht-OPEC-Staaten USA und Russland, wobei die USA in der vergangenen Woche erstmals zum Nettoexporteur von Öl wurden. Das bedeutet, sie können durch ihre Produktion den weltweiten Ölpreis signifikant beeinflussen. Dennoch zeigt der OPEC-Beschluss zumindest am heutigen Montag (10.12.18) eine erste Wirkung, der Preisverfall wurde gestoppt. Die Kurse gingen in eine Seitwärtsphase über. Alle Teilnehmer auf dem Ölmarkt sind sich offenbar darüber einig, dass ein permanent fallender Preis für das schwarze Gold nicht hinnehmbar ist. Auch aus den USA kommen erste Signale, dass man die Produktion möglicherweise etwas drosseln könnte. Damit dürfte sich der Ölpreis in den kommenden Wochen stabilisieren.

Öl
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