CFD Risiko- und Moneymanagement

CFD WissenIm Zusammenhang mit CFDs und anderen Finanzinstrumenten, die auf Margin gehandelt werde, wird immer wieder auf die wichtige Bedeutung des sogenannten Risiko- und Moneymanagements eingegangen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Begriffen.
 

In den nachfolgenden Abschnitten soll in Kürze erläutert werden, was das Risiko- und Moneymanagement bedeutet und wie es im Rahmen des CFD-Tradings zum Einsatz kommen kann. Dabei werden verschiedene Begriffe erörtert.

Was wird im Bereich Trading unter dem Risiko- und Moneymanagement verstanden?

Die Zielsetzung eines Risiko- und Moneymanagements im Trading-Bereich lautet, die Handels-Performance gemäß eines aufgestellten Regelwerks zu steuern. Es gibt verschiedene Ansätze, wie diese Steuerung in der Trading-Praxis aussehen kann. Es gibt allerdings einen Aspekt, der bei nahezu allen Ansätzen im Bereich Trading eine maßgebliche Rolle spielt – die Rede ist von der sogenannten Positionsgröße.

Die Rolle der Positionsgröße beim CFD-Trading

Die Positionsgröße beschreibt das Handelsvolumen einer zugrundeliegenden Positionierung. Da das Handelsvolumen einer Position unmittelbaren Einfluss darauf hat, wie stark sich die Kursbewegungen auf das Konto auswirken, kann sie auch als wichtigster Parameter zur Steuerung des Risikos betrachtet werden. Der Zusammenhang ist zwar einfach zu verstehen, wird aber dennoch immer wieder von Trading-Anfängern viel zu wenig im Hinterkopf behalten. Je größer die Positionsgröße, desto stärker wirken sich auch die Kursbewegungen auf den Kontostand aus. Doch wie lässt sich eine geeignete Positionsgröße eigentlich richtig bestimmen? Für die Bestimmung der Positionsgröße ist ein weiterer wichtiger Parameter erforderlich – das Risiko pro Trade.

Der nächste wichtige Parameter – das Risiko pro Trade

Das Risiko pro Trade beschreibt, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, das planmäßig eingegangene Risiko, das im Zusammenhang mit einer Positionierung in einem bestimmten Basiswert steht. Beim Fixed Ratio Ansatz, einem standardmäßigen Modell des Risiko- und Moneymanagements wird in dieser Hinsicht immer ein fester Prozentsatz vom aktuellen Kontostand bestimmt. Je höher dieser Prozentsatz ausfällt, desto empfindlicher reagiert der Kontostand auf sogenannte Drawdowns. Unter einem Drawdown versteht man im Trading-Bereich eine Folge von Verlusten. Diese Verlustserien können die Konto-Performance stark negativ beeinflussen. Das Identifizieren eines geeigneten Prozentsatzes sollte daher in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Handelsstrategie erfolgen. Schließlich gibt es relativ Drawdown-arme Strategien und Strategien, die Drawdowns von relativ drastischer Ausprägung bestimmt sind. Hier hilft nur ein langsames Herantasten. Im Zweifelsfall sollte immer der niedrigere Prozentsatz gewählt werden.

Das Chance-Risiko-Verhältnis, die Trefferquote und der Profitfaktor

Die Performance-Kurve einer Handelstrategie kann mit dem sogenannten Chance-Risiko-Verhältnis beschrieben werden. Diese Zahl, in Trader-Kreisen auch einfach nur kurz CRV genannt, stellt dar, wie hoch die potenziellen Gewinne im Verhältnis zu den eingegangenen Risiken stehen. Ist das CRV hoch, sprich über 1, sind die Gewinne im Verhältnis zu den potenziellen Verlusten groß. Liegt das CRV hingegen unter 1, dann fallen die potenziellen Gewinne kleiner aus als die Risiken, die im Rahmen der Positionierung eingegangen wurden. Das CRV alleine sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob eine Strategie erfolgreich oder unrentabel ist. Mit der sogenannten Trefferquote gewinnt das CRV an Aussagekraft. Diese Quote definiert das Verhältnis von Trades mit Verlustfolgen und Trades, die in der Gewinnzone enden. Wird das CRV mit der Trefferquote multipliziert, erhält man den Profitfaktor. Liegt dieser über der Zahl 1, kann die zugrundeliegende Handelsstrategie als profitabel gewertet werden.

Die Reduzierung des Risikos pro Trade mittels Stop-Loss

Die Bestimmung des planmäßigen Risikos pro Trade ist eine Sache – die Begrenzung der Verluste in der Praxis eine andere. Denn das theoretisch berechnete, maximale Risiko muss zu guter Letzt im Verlustfall auch planmäßig realisiert werden können. Möglich ist das nicht immer dieser Aspekt sollte beim Trading, vor allem wenn gehebelte Positionen im Spiel sind, stets im Hinterkopf behalten werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dem Ausstieg aus einer Position zu initiieren. Zum einen kann der Ausstieg manuell durch den Trader erfolgen. Dabei wird im Vorfeld natürlich ein Level festgelegt – die Rede ist also von einem mentalen Stop-Loss-Level. Das Stop-Loss-Level kann natürlich auch als Order beim Broker hinterlegt werden. Allerdings gibt es bei beiden Ausstiegsvarianten ein Problem – es gibt keine Garantie, dass die Position beim Klicken auf den Button zum Schließen der Position oder beim Erreichen des beim Broker hinterlegten Stop-Loss-Kurses auch tatsächlich zum anvisierten Preis liquidiert wird. Denn technische Probleme, ein extremer Anstieg der Volatilität oder auch Kurslücken können dazu führen, dass die Realisierung der Verluste nicht planmäßig erfolgt. Aus diesem Grund sollte immer noch ein zusätzlicher Sicherheitspuffer mit einkalkuliert werden. Darüber hinaus lautet die Empfehlung, bei bestimmten extremen Marktsituationen, wie zum Beispiel im Rahmen von Zentralbankverkündungen, das Traden zu vermeiden.

Fazit:

Auch für CFD-Händler bietet das Risiko- und Moneymanagement ein wertvolles Repertoire an Tools, dem eigenen Trading wesentlich mehr Struktur verleihen. Allerdings müssen die eigens aufgestellten Regeln im Händleralltag dann auch strikt befolgt werden. Denn ein Plan ist zu guter Letzt nur so gut wie seine Ausführung. Und bei der Betrachtung dieses Zusammenhangs spielt die Psyche beziehungsweise die mentale Stärke wieder eine maßgebliche Rolle.

Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit Optionen, Kryptowährungen und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. 73-89 % aller Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
Im Rahmen von Partnerprogrammen kann die erfolgreiche Promotion von auf dieser Website gelisteten Anbietern vergütet werden.
In unserem kostenlosen binäre Optionen Newsletter halten wir Sie über Broker, Bonus-Angebote und wichtige Neuigkeiten rund um den Handel mit binären Optionen auf dem Laufenden!
(Ihre E-Mail Adresse wird an die datenschutz-zertifizierte Newsletter-Software Newsletter2Go zum technischen Versand weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung).

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung.Ok

IQ Option Demokonto

Jetzt 10.000 € virtuelles Guthaben bei IQ Option sichern

Risikowarnung: Ihr Kapital könnte gefährdet sein

Nein, Danke.