Broker ohne ESMA


Die 5 besten Forex- und CFD-Broker ohne ESMA Regulierung - Mit hohem Hebel handeln

Allgemeiner Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, Geld zu verlieren. 74-89% der Kleinanlegerkonten verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten überlegen, ob Sie die Funktionen von CFDs verstehen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

PlatzBrokerKontoeröffnungLizenzMax. HebelKonto abBonusDemoDeutsche Plattform
1 RoboForex Zum Broker*
RoboForex Testbericht
IFSC (Belize) 1:2000 10€ Ja Ja Ja
2 BlackBull Markets Zum Broker*
BlackBull Markets Testbericht
FSPR (Neuseeland) 1:500 200$ Nein Ja Ja
3 IC Markets Zum Broker*
IC Markets Testbericht
ASIC (Australien) 1:500 200€ Nein Ja Ja
4 FinmaxFX Zum Broker*
FinmaxFX Testbericht
FMRRC (Russland) 1:200 250€ Ja Ja Ja
5 FP Markets Zum Broker*
FP Markets Testbericht
ASIC (Australien) 1:500 100€ Nein Ja Ja

*Ihr Kapital unterliegt einem Risiko

Hinweis: Bei allen erwähnten Brokern handeln Sie nicht unter EU-Regulierung!


Seit August 2018 herrschen für private Trader der EU strenge Beschränkungen beim Handel, welche die ESMA veranlasst hat. Die European Securities and Markets Authority (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) hatte zuvor jahrelang ermittelt, welche Risiken gerade privaten Anlegern beim Handel mit bestimmten Finanzinstrumenten drohen. Im Fokus standen binäre Optionen und CFDs. Bei Befragungen von Brokern, Banken und Tradern in ganz Europa stellte sich heraus, dass (länderabhängig leicht unterschiedlich) ~70 – 80 % der Privatanleger mit diesen Instrumenten per saldo Geld verlieren.

Beschränkungen seit 2018 und Hintergrund

Die ESMA reagierte auf die oben genannte Auswertung mit einem Bündel von Maßnahmen, die insgesamt als sogenannte „Notfallmaßnahme“ ab August 2018 in Kraft traten. Das ist ein weitreichendes, von der ESMA selten angewandtes Mittel, das die Entschlossenheit der Finanzmarkthüter unterstreicht. Folgende Einzelmaßnahmen traten für private (nicht für institutionelle) EU-Trader in Kraft:

  • #1: Verbot von binären Optionen
  • #2: Beschränkung der Hebelwirkung von CFDs je nach Asset zwischen 1:30 bis 1:2
  • #3: Margin-Close-out ab 50 % Verlust aller offenen Positionen
  • #4: Verbot der Nachschusspflicht
  • #5: Verbot bzw. Reduzierung von Boni und Incentives
  • #6: vorgeschriebener Warnhinweis der Broker („74 oder 78 oder 75 % aller Trader verlieren mit dieser Anlage Geld“)

Über die einzelnen Maßnahmen lässt sich streiten, doch das soll nicht der Sinn dieses Beitrags sein. Es geht im Kern darum: Können EU-Trader noch vergleichbare Instrumente wie die binären Optionen handeln und können sie noch mit hohen Hebeln handeln? Dass beides möglich ist, wollen wir aufzeigen.

Handel mit innovativen Instrumenten

Es gibt seither neuartige Handelsinstrumente wie etwa die FX-Optionen von IQ Option, die den binären Optionen sehr ähnlich sind und durch private EU-Trader gehandelt werden dürfen. Die ESMA kann für die Durchsetzung ihrer Maßnahmen nur die Broker in die Pflicht nehmen. Diese müssen sich, falls sie mit einer EU-Lizenz operieren wollen, an die Vorgaben halten und dürfen den privaten EU-Tradern bestimmte Handelsinstrumente und CFD-Hebel nicht mehr anbieten. IQ Option hat daraufhin unter anderem die FX-Optionen entwickelt, die nicht unter das ESMA-Verbot fallen. Es sind noch mehr solcher Entwicklungen möglich.

Handel mit höheren CFD-Hebeln

Auch das ist möglich, allerdings nur noch bei Brokern, die ihren Sitz außerhalb der EU haben. Diese dürfen nach Maßgabe ihrer eigenen Regulierungsbehörden nach wie vor natürlich auch Tradern aus der EU solche CFDs (und auch binäre Optionen, falls sie diese im Programm führen) anbieten. Allerdings stellen sich für die Trader dann Fragen nach der Rechtssicherheit, auf die wir weiter unten zu sprechen kommen.

Warum sind höhere CFD-Hebel so wichtig?

Hohe Hebel führen zu hohen Risiken, das ist wahr, doch sie führen auch zu höheren Gewinnen – auch bei kleinerem Kapitaleinsatz. Trader mit kleinem Kapital benötigen einen hohen Hebel, um nennenswerte Gewinne erzielen zu können. Bei der derzeit vorherrschenden ESMA-Regelung sind nun für den Handel eines Lots im EUR/USD 3.333 Euro nötig. Das ist für viele private Trader extrem viel und führt angesichts des niedrigen Hebels bei einem erfolgreichen Trade trotzdem zu keinem sehr hohen Gewinn. Absurd ist an der Regelung, dass manche Futures mit ähnlichem Risiko schon mit 500 Euro gehandelt werden können. Diese hat die ESMA aber nicht neuen Regeln unterworfen, was auf deren einseitige Fokus verweist. Doch daran kann der private Anleger nichts ändern. Er muss sich ebenso wie die Broker mit den gesetzlichen Vorgaben arrangieren und die seit 2018 geltenden neuen Grenzen des Handels akzeptieren. Die größten Einschränkungen ergeben sich für folgende Gruppen von Tradern:

  • Händler mit mehreren Positionen in unterschiedlichen Märkten
  • Händler, die mit hohen Positionen und engem Stop-Loss Scalping betreiben
  • Händler, die sich mehrfach (in unterschiedlichen Märkten) hedgen möchten

Handel ohne ESMA-Regulierungen

Wer ohne die ESMA-Regulierungen weiterhin mit hohem Hebel CFDs handeln möchte, kann ein Konto bei einem Broker außerhalb der EU eröffnen. Wir haben folgende Broker für Sie getestet. Lesen Sie mehr in unseren Testberichten:

Natürlich stellt sich ein Trader die Frage, ob diese Broker seriös sind. Hierzu ist generell zu sagen: Sobald ein Broker über eine Lizenz seiner zuständigen Aufsichtsbehörde verfügt, wird er relativ streng reguliert. Die Regeln ähneln sich weltweit, nur die Einschränkungen für CFD-Hebel und das Verbot der binären Optionen stellen seit 2018 einen europäischen Sonderweg der ESMA dar. Wer also nach einem Broker außerhalb des EU-Gebiets schaut, sollte sich immer über dessen Lizenz informieren. Die von uns erwähnten Broker sind ausnahmslos lizenziert. Es gibt auch Broker ohne Lizenz. Das ist nicht verboten, sollte aber Anleger vorsichtig werden lassen. Dass ein Broker (noch) keine Lizenz hat, bedeutet natürlich nicht, dass er zwangsläufig seine Kunden betrügt. Vielleicht hat er die Lizenz gerade beantragt. Der bürokratische Weg dauert in den meisten Ländern ein bis zwei Jahre. Vorsichtige Trader bevorzugen aber lizenzierte Broker.

Dürfen Trader überhaupt bei einem Broker außerhalb der EU handeln?

Das ist selbstverständlich erlaubt – genauso, wie jedermann in einem australischen, russischen oder chinesischen Online-Shop einkaufen darf. Nun fragen sich Trader, welchen Zweck denn die ESMA-Regulierung unter diesen Umständen überhaupt hat, wenn sie dem Schutz europäischer Anleger (vor sich selbst!) dienen soll. Nun, die ESMA kam ihrem supranationalen Auftrag nach, die privaten EU-Trader zu schützen, so ähnlich, wie andere Gesetze zum Schutz der Verbraucher entsprechende Regularien für EU-Produkte und auch Importe in die EU formulieren. Den „Import“ eines Brokerangebots aus Australien kann die ESMA aber nicht unterbinden – er funktioniert ganz einfach über das Internet. Also hat sie die betreffenden Beschränkungen wenigstens für die in Europa lizenzierten Anbieter erlassen. Das darf sie, das kann sie auch, dementsprechend hat sie es durchgeführt. Trader müssen daran aber nicht verzweifeln, weil es Alternativen außerhalb der EU gibt.

Worauf sollten Trader bei einem Broker außerhalb der EU achten?

Es gibt einige Punkte, auf die Trader achten sollten, wenn sie ein Konto bei einem Broker außerhalb des EU-Gebiets eröffnen. Im Überblick:

  • Lizenzierung durch eine Finanzaufsichtsbehörde
  • Kundenschutz durch entsprechende gesetzliche Regelungen (in der EU durch MiFID)
  • gute Onlineverbindung ohne Gefahr von Abbrüchen
  • zuverlässiger, möglichst deutschsprachiger Support (Handelszeiten und Zeitverschiebung z.B. mit Australien beachten)
  • günstige Gebühren (keine versteckten Kosten)
  • Demokonto
  • Ein- und Auszahlungsmodalitäten
  • mobiler Handel
  • große Auswahl an Assets und Handelsinstrumenten

Das Problem der Lizenzierung wurde schon angesprochen: Broker ohne Lizenz werden nicht im selben Umfang wie lizenzierte Broker von einer staatlichen Behörde beaufsichtigt. Wenn sie also zu unseriösen Praktiken wie einer falschen Kursstellung tendieren, schöpfen die Trader zwar Verdacht, haben aber zunächst keinen Anlaufpunkt, um sich darüber zu beschweren. Der Kundenschutz durch gesetzliche Regelungen ist ein komplexes Feld. In der EU regeln ihn die sehr strengen MiFID-Richtlinien. Anderswo auf der Welt gibt es ähnliche Richtlinien. Die australischen Regularien etwa ähneln den europäischen sehr stark. Doch es sind nicht dieselben. Ein Trader kann sich nun die Mühe machen, das außereuropäische Gesetzeswerk zu durchforsten – oder einfach darauf vertrauen, dass schon alles klappen wird. Die Frage der Online-Verbindung zu einem außereuropäischen Anleger ist weniger heikel als gedacht: Das Internet funktioniert eigentlich weltweit sehr gut. Es könnte sich empfehlen, die Webseite des betreffenden Brokers immer wieder aufzurufen (zum Beispiel mit einem Demokonto) und dabei zu überprüfen, ob es häufige und längere Verbindungsabbrüche gibt. Der deutschsprachige Support ist ein großer Wunsch der Trader, doch er ist nicht immer gegeben. Einige der Broker außerhalb der EU haben sich inzwischen auf die Anfragen von privaten EU-Tradern eingestellt und bieten den Support auch in einigen europäischen Sprachen an. Das ist aber nicht durchweg der Fall. Ebenso ist nicht unbedingt zu erwarten, dass der Support zu unseren Handelszeiten funktioniert. Die Zeitverschiebung zwischen der MESZ und der australischen Zeit (Canberra) beträgt beispielsweise rund neun Stunden. Die übrigen Punkte – Demokonto, Gebühren, mobiler Handel, Assetportfolio sowie Ein- und Auszahlungsmodalitäten – treffen auch auf europäische Broker zu. Sie sind daher keine Besonderheit bei außereuropäischen Brokern.

Fazit

Es ist möglich, CFDs mit hoher Hebelwirkung und teilweise auch binäre Optionen bei Brokern außerhalb der EU zu handeln. Trader müssen nur einige Dinge beachten, um sich vor unseriösen Praktiken zu schützen.

Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit Optionen, Kryptowährungen und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. 73-89 % aller Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
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