Forex Wissen

Forex WissenForex ist der Devisenmarkt (FX-Markt), das Wort steht für FOreign EXchange Market. Auf diesem Markt treffen das Angebot und die Nachfrage nach Devisen aufeinander. Es bilden sich dadurch Devisenpreise. Der Devisenmarkt funktioniert grundsätzlich global. Überall auf der Welt tauschen Marktteilnehmer verschiedensten Devisen gegeneinander, also beispielsweise auch in Deutschland japanische Yen gegen US-Dollar.
 

Eine fast noch größere Rolle für die Kursbewegungen auf diesem Markt spielt der Handel mit Derivaten auf Devisenpaare, zum Beispiel einem Call-Optionsschein (oder CFD, oder Binäre Option, Knock-out etc.) auf den Kurs von EUR/USD.

Bedeutung der Forex

Auf dem Devisenmarkt oder “in der Forex” werden täglich rund sechs Billionen Dollar umgesetzt (Stand Herbst 2017). Das ist mit Abstand der größte Umsatz in einer Assetklasse. Dabei werden Major-Währungen am häufigsten gehandelt. Das sind die Währungen großer Wirtschaftsräume mit starker Kapitalisierung (US-Dollar, Euro, japanischer Yen), des Weiteren Währungen wichtiger Finanzplätze (Schweizer Franken, britisches Pfund) und rohstoffreicher Länder (australischer und kanadischer Dollar). Minor-Währungspaare stammen aus Ländern mit der zweitwichtigsten Bedeutung für die Weltwirtschaft, man zählt beispielsweise die chinesische, russische, brasilianische und die meisten skandinavischen Währungen dazu. Den höchsten Umsatz (rund 30 % der gesamten Forex) gibt es täglich beim Währungspaar EUR/USD. Aufgrund der enormen Liquidität innerhalb der Forex gibt es dort starke Bewegungen, die sich für das Trading mit Derivaten gut eignen. Die bewegte Liquidität hat aber einen wirtschaftlichen Hintergrund abseits aller Spekulationszwecke: Banken und Unternehmen benötigen den Tausch von Währungen gegeneinander. Wenn ein europäisches Unternehmen Rohstoffe in Australien einkauft, wird es für die Bezahlung australische Dollar verwenden und diese mit verdienten Eurobeträgen kaufen. Gleichzeitig erhält das Unternehmen zum Beispiel US-Dollar als Einnahme, weil es seine Produkte in den USA verkauft. Diese Dollar verwendet es teilweise zum Bezahlen von Mitarbeitern in den USA, teilweise benötigt es die Eurowährung für europäische Kosten und die Geldanlage in Europa, sodass die Dollar in Euro getauscht werden. Banken kaufen Devisen teilweise, um den Kurs der eigenen Landeswährung zu beeinflussen. Bei diesen Aktionen werden die vielen Billionen täglich umgesetzt. Die Finanzindustrie und private Trader pushen den Handel zusätzlich mit ihrem Derivatetrading.

Wie findet der Forexhandel statt?

Die Unternehmen und Banken handeln die Devisen direkt gegeneinander. Broker beteiligen sich daran und stellen unter anderem ECNs bereit (Electronic Communication Networks), auf denen sehr hohe Liquidität herrscht und Handelsoperationen auch bei sehr großen Beträgen blitzschnell ausgeführt werden können. Früher gab es spezielle Devisenbörsen, die allmählich gegen Ende des 20. Jahrhunderts abgeschafft wurden. An den offiziellen Börsenplätzen können aber auch durch private Trader mithilfe eines Brokers jederzeit Derivate auf Devisenkurse platziert werden, darunter Knock-outs und verschiedene Arten klassischer Optionsscheine. CFDs und Binäre Optionen auf Devisenkurse - also etwa einen Call auf den EUR/USD - verkaufen spezialisierte Broker direkt an die Trader. Das sollten diese wissen. Es bedeutet, dass der Trader von der Seriosität dieses Market Makers (des CFD- oder Binärbrokers) abhängig ist. Der Devisenhandel findet von Sonntag 00.00 h bis Freitag 00.00 h MEZ statt. Es gibt inzwischen Ausnahmen unter anderem bei den Kryptowährungen, die teilweise an den Wochenenden gehandelt werden. Diese laufen ausschließlich in einem Peer-to-Peer-Netzwerk um und kennen daher kein Wochenende.

Preisangaben an der Forex

Die Wechselkurse werden in Währungspaaren benannt. Diese nennen zuerst die Basiswährung und dann die Zielwährung (EUR/USD). Wechselkurse werden bis auf vier bis fünf Stellen nach dem Komma angegeben. Ausnahmen gibt es beispielsweise beim Wechselkurs gegen den japanischen Yen, der im Verhältnis von über 1:100 gegen die meisten anderen Währungen notiert. Ein Pip ist bei den Währungen, die vor dem Komma nur eine Stelle haben (wie beim Euro gegen den US-Dollar) eine Änderung um +1 der vierten Nachkommastelle. Wenn der Euro von 1,1730 auf 1,1731 steigt, stieg der Kurs um einen Pip.

Praktische Handelsdurchführung an der Forex

Die großen Marktteilnehmer verkaufen sich seltener direkt gegenseitig Währungsbestände und nutzen häufiger das ECN eines großen Brokers als Dienstleister. Gehandelt wird in solchen Fällen in Lots. Ein Lot sind jeweils 100.000 Einheiten einer Währung. Für kleinere Marktteilnehmer gibt es Mini- und Micro-Lots (10.000 und 1.000 Währungseinheiten). Derivate nutzen reine Privatanleger und auch Banken in ihrem Eigenhandel oder Unternehmen zum Hedging von Währungspositionen. Die Derivate sind wie vorn erwähnt CFDs und Binäre Optionen, die Broker an ihre Kunden als Market Maker verkaufen und sie von diesen wieder zurückkaufen, oder börslich platzierte Optionen verschiedenster Art, darunter sehr häufig Knock-outs. Wer als Privatanleger von den Preisbewegungen an der Forex profitieren möchte, sollte strikt auf Derivate setzen, denn für die Platzierung von Lots reicht in der Regel das eigene Kapital nicht aus, bei Mini- und Micro-Lots fallen hingegen die Bewegungen so schwach aus, dass abzüglich der Gebühren und des Spreads zumindest im Intraday-Handel kaum etwas zu verdienen ist. Die Positionen overnight zu halten kann wiederum sehr riskant sein, weil während der europäischen Nacht in anderen Regionen der Welt weiter gehandelt wird und der Kurs sich entsprechend bewegt. Mit gehebelten Derivaten hingegen sind intraday Kursbewegungen zwischen zehn bis deutlich über 100 Prozent sehr realistisch. Die Entscheidung fällt in der Regel zwischen CFDs, Binären Optionen und Knock-outs. Klassische Optionen sind zwar denkbar, aber in ihrem Preisverlauf schwerer einzuschätzen. Der private Händler muss sich einen seriösen Broker suchen, bei dem solche Derivate zu handeln sind. Er kann dann nach charttechnischen Gesichtspunkten in eine Intraday-Position einsteigen und diese mit einem Stopploss absichern. Eine Kapitalisierung um 100 Euro kann für eine Position genügen. Nach fundamentalen Gesichtspunkten wäre zwar ebenfalls der Handel an der Forex denkbar, doch die Hintergründe der Devisenkurse sind per se schwer zu verstehen und die entsprechenden Schlussfolgerungen im Intradayhandel kaum umzusetzen.

Forex Geschichte

Menschen handeln Währungen gegeneinander, seit es diese gibt. Schon immer legte jeder noch so kleine Staat seine eigene Währung auf, in der Geschichte gab es daher teilweise noch viel mehr Währungen als heutzutage. Als “Währungsbörsen” fungierten über Jahrtausende private Geldwechsler, von denen einige - wie die Familie Medici aus Florenz im 16. Jahrhundert - sehr viel Einfluss gewannen. Ab 1880 schufen Banken die Möglichkeit, auf einem eigenen ausländischen Konto Zahlungen der dortigen Landeswährung gutschreiben zu lassen. Im 20. Jahrhundert entstanden nach dem Bretton-Woods-Abkommen von 1944 die Weltbank und der IWF, es wurden weltweit feste Wechselkurse eingeführt, wobei Zentralbanken bei abweichenden Entwicklungen mit Währungskäufen und -verkäufen intervenierten. Ab den 1970er Jahren lockerte sich dieses System wieder, heutzutage bewegen sich Währungskurse frei gegeneinander.

Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit Optionen, Kryptowährungen und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. 73-89 % aller Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
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