Kryptos minen oder traden?

KryptowährungenKurz und knapp: Wer nur auf die Kursentwicklung von Kryptowährungen spekulieren möchte, sollte sie traden, nicht minen. Wir werden diese Aussage ausführlich begründen. Wer Kryptowährungen besitzen möchte, technikaffin ist und gleichzeitig an der Wertentwicklung teilhaben möchte, kann sie minen.
 

Das lohnt sich aber nicht mit jeder Kryptowährung. Der Bitcoin beispielsweise benötigt viel Strom zum Minen, nicht umsonst stehen die größten Mining-Farmen für die führende Kryptowährung in der chinesischen Provinz Innere Mongolei. Dort ist der Strom aus strukturellen Gründen sehr günstig.

Kryptowährungen minen

Der vorgetragene Verweis auf die Stromkosten beim Minen des Bitcoins bedeutet nicht, dass sich das Minen von Bitcoins in Deutschland aktuell nicht lohnen kann. Das hängt vom Bitcoin-Preis ab. Wer sich aber auf das Minen von Bitcoins vorbereitet, benötigt dazu teure Zusatzhardware. Bei einem sehr drastischen Preisverfall dieser Kryptowährung könnte sich diese Anschaffung nicht mehr lohnen. Eine relativ klare Aussage, inwieweit sich Bitcoin-Mining in Deutschland lohnt, liefert die Schätzung eines Fachmagazins aus dem Dezember 2017. Dort wurde ein Break-eaven - der Punkt, an dem das Minen von Bitcoins bei deutschen Strompreisen rentabel wird - bei einem Bitcoin-Preis von 2.000 Euro pro Bitcoin ausgemacht. Am 26. Januar 2018 steht der Bitcoin-Preis bei rund 8.750 Euro, noch würde sich das Mining also auch hierzulande lohnen. Es sind dabei aber weitere Faktoren abgesehen vom Bitcoin-Preis zu beachten. Daher sollten Interessenten am Mining von Kryptowährungen auch auf andere Vertreter des virtuellen Geldes schauen. Diese stiegen in den Jahren 2016 und 2017 auf prozentualer Basis teilweise deutlich höher im Preis als der Bitcoin und lassen sich - auch das ist wichtig - teilweise leichter minen, nämlich am heimischen PC ohne teure Zusatzhardware wie beim Bitcoin. Allerdings sind die Gewinne oft nicht so hoch, Beispiel Ethereum: Das Minen von Ether bringt beim aktuellen ETH/EUR-Kurs und den deutschen Stromkosten selbst im 24/7-Betrieb bestenfalls einen Euro Gewinn pro Tag ein (vielleicht auch weniger). Bei vielen anderen Kryptowährungen sind die Gewinne noch viel kleiner. Daher dürften am Mining interessierte Nerds eher auf den Bitcoin schauen. Hier gibt es natürlich die Möglichkeit, Cloud-Mining in Anspruch zu nehmen, das inzwischen auch für Ether angeboten wird. Dabei vermietet ein Unternehmen seine Mining-Hardware und die gesamte Rechenleistung seiner Server sowie den eigenen Stromverbrauch (der bei internationalen Unternehmen viel niedriger als in Deutschland sein kann) an interessierte private Miner. Das ist natürlich nicht kostenlos, doch die Kalkulation kann damit günstiger ausfallen als beim eigenen Mining in Deutschland. Die Stromkosten sind hierzulande extrem hoch, nicht nur in China, auch in den USA bezahlen die Menschen deutlich weniger für Strom. Wer selber Kryptowährungen minen möchte, müsste zunächst eine Kostenkalkulation aufstellen, wie sich dieser Vorgang überhaupt lohnt - durch eigenes Mining am heimischen PC mit entsprechender Zusatzhardware für den Bitcoin oder durch Cloud-Mining. Diese Kalkulation wollen wir hier nicht aufstellen, weil sich die Preise für die Kryptowährungen laufend ändern. Pauschal lassen sich folgende Aussagen zum Mining von Kryptowährungen treffen:

  • Wer Technik liebt und auf Cloud-Mining aus verschiedensten Gründen verzichten möchte, erwirbt die nötige Expertise, schafft sich Mining-Hardware an (schon unter 200 € bis über 5.000 €, kann aber veralten!) und setzt sich an den heimischen PC, um selbst zu minen.
  • Wer das Mining mal probieren möchte, versucht es mit Cloud-Mining. Die entsprechenden Verträge laufen auch sehr kurzfristig. Gute Anbieter sind über Vergleichsportale zu finden.
  • Mining kann sich lohnen, man muss es aber wirklich wollen. Wer allein mit dem technischen Verständnis sowohl der Blockchain und eines Hash-Wertes als auch der nötigen Computertechnik seine Probleme hat, sollte es lassen.

Eine Alternative zum Mining sei noch genannt: Wer Kryptowährungen längerfristig besitzen möchte, kann sie einfach kaufen und in sein eWallet packen. Das taten einige vorausschauende Anleger schon etwa ab 2010 mit dem Bitcoin, sie wurden aufgrund der später einsetzenden exorbitanten Kurssteigerung des Bitcoins reich dabei.

Kryptowährungen traden

Das Trading von Kryptowährungen eignet sich für Personen, die mit diesen Währungen nichts bezahlen und sie auch nicht als Geldanlage besitzen, aber von ihren Kursschwankungen profitieren möchten. Es gibt prinzipiell die beiden Möglichkeiten, auf einer Krypto-Handelsbörse die Coins anzukaufen und mit Gewinn wieder zu verkaufen, wobei einige dieser Börsen sogar den gehebelten Handel unter Zuhilfenahme eines temporären Kredits von Anlegern ermöglichen. Das Verfahren ist aber umständlich. Einfacher ist das Traden von Kryptowährungen mit CFDs, wie sie verschiedene Broker anbieten. Der größte Vorteil hierbei ist, dass Gewinne auch bei fallenden Kursen möglich sind. CFDs sind Contracts for Difference, sie bilden eine Preisdifferenz des Basiswertes zwischen dem Zeitpunkt des Kaufs und Verkaufs ab. Der Basiswert ist die Paarung einer Kryptowährung in der Regel gegen den US-Dollar, manchmal auch gegen den Euro oder gegen eine andere Kryptowährung. Das Handelsinstrument der CFDs ist seit den 1980er Jahren bekannt, die UBS entwickelte sie zunächst für den britischen Aktienhandel, um die britische Stempelsteuer zu umgehen. Mit dem Aufschwung des Online-Tradings ab den frühen 2000er Jahren boten immer mehr Broker CFDs auf Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Anleihen an, seit etwa 2016 auch auf Kryptowährungen. Der CFD-Handel auf die virtuellen Währungen kommt gerade erst richtig in Gang, ein Vorreiter ist der Broker IQ Option. Dort können Trader CFDs auf 12 verschiedene Kryptowährungspaare handeln. Einige andere Broker bieten zwischen etwa drei bis fünf Kryptowährungen zum CFD-Handel an. Die angebotenen CFDs sind im Gegensatz zu CFDs auf konventionelle Werte nur wenig oder gar nicht gehebelt. Das liegt daran, dass Kryptowährungen an sich schon sehr volatil sind. Ein CFD-Trading hat auch technische Vorteile. Der Anleger kann einen Kaufstopp, ein Kauflimit oder einen Stopploss programmieren und damit ausgezeichnet sein Risiko steuern. Manche Broker - wiederum sei IQ Option genannt - bieten sehr ausgereifte Plattformen für den Handel mit diversen Tools für die technische Chartanalyse an. Bei IQ Option beispielsweise können die Trader 16 Indikatoren für diese Analyse nutzen. Weitere Vorteile des CFD-Tradings von Kryptowährungen sind:

  • Wer Kunde eines entsprechenden Brokers wird, kann auf dessen Plattform natürlich auch andere Werte als Kryptowährungen handeln.
  • Beim Kryptowährungshandel entfallen bestimmte technische Voraussetzungen. Ein eWallet ist nicht erforderlich, auch um Hackerangriffe müssen sich die Trader keine Sorgen machen. Konventionelle Brokerplattformen waren praktisch noch nie das Ziel von Hackerangriffen, es sind jedenfalls keine Fälle bekannt.
  • Das CFD-Trading findet vielfach intraday statt. Natürlich können die CFDs länger (auch endlos) gehalten werden, aber viele Trader entscheiden sich für den Tageshandel und schlafen damit wesentlich ruhiger, weil sie keine Overnight-Gaps fürchten müssen (nächtliche Kurslücken). Auf einer Kryptowährungsplattform hingegen loggt sich niemand täglich mehrmals ein, um die virtuellen Coins zu handeln. Das wäre auch technisch schwierig: Viele der Plattformen gelten als überlastet, sie sind manchmal über Stunden nicht erreichbar. Teilweise nehmen sie keine neuen Kunden mehr an.
  • Die Preisdifferenzen von CFDs sind prinzipiell sehr gut zu verstehen und werden in Charts bis auf Minutenbasis ausgezeichnet abgebildet. Das ist bei den Kursfeststellungen der Kryptowährungen fast nirgends der Fall.

Bei Interesse am Handel von Kryptowährungen empfehlen wir unseren Testsieger IQ Option. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel: "Kryptowährungen bei IQ Option handeln"

Fazit: Kryptowährungen minen oder traden?

Wer Kryptowährungen minen möchte, muss davon einiges verstehen und wirklich interessiert am Besitz der Coins sein. Das Trading ist wesentlich einfacher und ermöglicht die Teilhabe an den Kursdifferenzen, die durch die hohe Volatilität der Kryptowährungen enorm ausfallen. Personen, die etwas unschlüssig in dieser Hinsicht sind und vielleicht doch einige Bitcoins, Ethers und Ripples besitzen möchten, sollten sich ein eWallet zulegen und einige der virtuellen Münzen in dieses digitale Portemonnaie legen - um anschließend bei einem geeigneten Broker ein Konto für das CFD-Trading zu eröffnen.

Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit Optionen, Kryptowährungen und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. 73-89 % aller Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
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