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Binäre Optionen NewsDie zypriotische Finanzaufsicht CySEC dürfte künftig Binär- und CFD-Brokern den Einzahlungsbonus für Neu- und Bestandskunden verbieten.
 

Bislang trägt diese Intention den Charakter einer Empfehlung, welche CySEC-Chef Demetra Kalogerou in einem Brief an die auf dem Inselstaat ansässigen Broker äußerte. Das Dokument beantwortet eine ganze Reihe von offenen Fragen zur Tätigkeit von EU-Brokern.

Praxis der Boni gilt als zweifelhaft

Die gängige Praxis des Anlockens von Kunden mit Boni sei demnach zweifelhaft, so Kalogerou in seinem Schreiben. Immerhin würden damit Anreize zum Kauf sehr komplexer, spekulativer Produkte wie Binäroptionen und CFDs geschaffen, welche viele Anleger wahrscheinlich gar nicht richtig verstünden. Unternehmen sollten nun Transparenz und ein faires Auftreten gegenüber ihren Kunden beweisen. Dazu würden die bisher gehandhabten Bonuszahlungen nicht passen, die eher den Charakter von Lockvogelangeboten trügen. Weiter heißt es in dem Schreiben, dass Unternehmen mit solchen Bonuszahlungen nicht mehr ehrlich und transparent gegenüber ihren Kunden wirken. Daher gehe die CySEC nun davon aus, dass die betroffenen Wertpapierfirmen nur noch ihre bestehenden Bonusprogramme auslaufen lassen und keine neuen mehr auflegen. Die Firmen wurden aufgefordert, die CySEC bis zum 14. Dezember 2016 per Mail über ihre bestehenden Programme und künftigen Planungen zu unterrichten.

Weitere CySEC-Neuanforderungen

Es geht im Schreiben der CySEC-Direktion nicht nur um Bonuszahlungen. Auch ihre Auszahlungspraxis sollten die Wertpapierfirmen überprüfen. Wenn ein Kunde einen Auszahlungsantrag für sein Trading-Konto stellt, solle dieser künftig taggenau bearbeitet werden. Nur bei einem Antrag nach Dienstschluss des Broker-Supports sei die Bearbeitung am darauffolgenden Werktag akzeptabel. Auch zur Hebelwirkung von CFDs äußert sich die zypriotische Finanzaufsicht. Diese könne zu unverhältnismäßigen Verlusten oder gar - im Falle von Nachschusspflichten - zur Verschuldung von Kunden führen. Daher solle in Zukunft die Hebelwirkung von CFDs für Privatanleger begrenzt werden. Einen ähnlichen Schritt geht aktuell die britische Finanzaufsicht FCA, die ab kommendem Frühjahr (2017) die Hebelwirkung auf 1:25 für unerfahrene neue Anleger (weniger als ein Jahr Anlageerfahrung mit Hebelprodukten) und generell auf 1:50 beschränken will. Auch der CySEC schwebt in Zukunft eine absolute Hebelgrenze von 1:50 vor. Des Weiteren sollen die Broker einen Schutz vor negativen Salden einführen, die Nachschusspflicht und ebenfalls Verluste durch Slippage also komplett ausschließen. Einige Broker haben schon früher solche Regelungen freiwillig eingeführt, sie könnten künftig zum gesetzlich verordneten Standard werden. Auch müssen die Broker noch stärker darauf achten, dass ein Kunde die Tragweite seiner Anlageentscheidung speziell bei Hebelprodukten versteht, eine Forderung, die sich freilich schon in den seit 2004 geltenden MiFID-Richtlinien der EU für die Finanzmärkte findet. Broker sollen außerdem bestimmte Eigenschaften von Emittenten der Hebelprodukte (sofern sie nicht selbst als Market Maker die Emittenten sind) überprüfen. Dazu gehören:

  • Risikomanagement
  • Anlageklasse
  • technische Eigenschaften eines Wertpapiers (Hebel und weitere Optionseigenschaften)
  • Liquidität
  • Handelsvolumen
  • Marktkapitalisierung
  • Volatilität und Standardabweichung
  • Land des Emittenten und allgemeines wirtschaftliches Klima
  • Hedging-Fähigkeiten

Mit den Neuregelungen will die CySEC den Anlegerschutz verbessern und Interessenkonflikte der Broker minimieren. Bislang handelt es sich nur um Empfehlungen, die jedoch bald in neue Gesetze gegossen werden dürften.

Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit Optionen, Kryptowährungen und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des gesamten Kapitals führen. 73-89 % aller Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
 
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