Ripple

RippleRipple (XRP) gehört als Kryptowährung zum Open Source Protokoll von Ripple Lab. Dieses System dient als Peer-to-Peer-Zahlungsverfahren dem kostengünstigen Transferieren von Devisen, es soll jede Währung unterstützen (konventionelles Geld und Kryptowährungen).
 

Funktionsweise der Ripple-Blockchain

Ripple ist im Kern eine öffentliche Datenbank, die ein Kontoregister enthält. Dieses ist einsehbar. Sichtbar sind die Kontostände und Kauf- sowie Verkaufsangebote von Erzeugnissen und Devisen. Das macht Ripple zum verteilten Handelsplatz. Das Register kann geändert werden, hierüber einigen sich die Ripple-Teilnehmer nach einem Konsensverfahren. Der entsprechende Konsens wird vom Ripple-Netzwerk in spätestens fünf Sekunden gefunden. Auf diese Weise lassen sich die vorliegenden Angebote ohne zentrale Verrechnungsstelle handeln. Die Kryptowährung XRP - kurz Ripple - dient Zahlungen im Netzwerk, sie kann optional auch zur Wertaufbewahrung verwendet werden. Für Zahlungstransaktionen wird sie verwendet, um überbordende, nutzlose Angebote zu vermeiden (sogenannter Netzwerkspam). Das Ripple Lab als Betreiber der Ripple-Blockchain finanziert sich durch die Wertsteigerung der Währung XRP. Mit dem Ripple als Währungseinheit und der Ripple-Blockchain soll das Vertrauen, das Menschen einem konventionellen Geldsystem entgegenbringen, auf eine Kryptowährung übertragen werden. Das kann funktionieren, weil die bestehenden Verbindlichkeiten im weltweit öffentlichen Register vermerkt sind. Das Ripple-Register liegt im P2P-Netzwerk der beteiligten Computer, die hierfür die Server-Software von Ripple nutzen. Mit einem Konsensalgorithmus hält Ripple die Kopien des Registers auf den einzelnen Rechnern konsistent. Das Register enthält IOUs (“I owe you“s, “ich schulde dir”) als Schuldscheine, welche die Verbindlichkeiten zwischen Personen und Institutionen speichern. Wenn jemand eine offene Rechnung hat, ist sein IOU-Saldo unausgeglichen. Mit Ripple-Gateways lässt sich konventionelles Geld annehmen und in IOUs transferieren. Diese Gateways funktionieren damit ähnlich wie eine traditionelle Bank. Beim Einlösen eines Gateway-IOUs findet die Zahlung mit Bargeld oder einer Überweisung außerhalb des Ripple-Netzwerkes statt.

Ripple als Trust-Community

Ripple funktioniert nur, weil sich die Teilnehmer prinzipiell vertrauen. Das ist natürlich nicht selbstverständlich. Das Ripple-System kann aber die bestehenden Verbindlichkeiten nur speichern, durchsetzen kann es sie nicht. Die Ripple-Nutzer geben nun an, welchem anderen Nutzer sie Vertrauen entgegenbringen - bis zu welcher Zahlungshöhe und in welcher Währung - und daher gespeicherte IOUs einlösen. Zwischen vielen Sendern und Empfängern gibt es nun keine direkte Vertrauensbeziehung. In solchen Fällen, die bei einem weltweiten Netzwerk überwiegen, ermittelt das Ripple-Netzwerk einen Nutzerpfad, auf welchem einzelne Teilnehmer einem anderen Teilnehmer so sehr vertrauen, dass sie die Zahlung durchleiten. Die Zahlungen “sickern” (“to ripple“) auf diese Weise durch die Vertrauensbeziehungen. Ripple basiert also auf einer Trust-Community. Solche Systeme funktionieren wie jede soziale Gemeinschaft - jeder vertraut mindestens einer anderen Person ausreichend, um eine Zahlung weiterzuleiten. Das Ripple-Register verrechnet diese Zahlungen miteinander. Die Teilnehmer begleichen damit ihre gegenseitigen Schulden nach und nach.

Ripple als virtuelle Devisenbörse

Ripple ist auch ein virtueller Forexmarktplatz. IOUs können nämlich gegen IOUs in anderen Währungen getauscht werden. Diese Funktionalität integriert das Ripple-System automatisch, wenn es nach einem Vertrauenspfad sucht. Es entsteht damit ein auf Trust basierender dezentraler Devisenmarktplatz. Diese Rolle von Ripple wird noch wenig kommuniziert, sie ist aber äußerst revolutionär. Wenn sich das Ripple-System in großem Stil durchsetzt, könnte das die konventionellen Forex-Marktplätze ins Wanken bringen. Die Ripple-Initiatoren stellen ihren dezentralen Devisenmarktplatz ganz bewusst dem traditionellen Zentralbankkonzept entgegen. Dieses betrachten sie nämlich als einen sogenannten Single Point of Failure, also die “einzelne Stelle des Scheiterns”, deren Ausfall das gesamte System zum Scheitern bringt. Außerdem kann vom singulären Punkt einer Zentralbank aus eine komplette Währung kontrolliert werden. Das finden die Ripple-Erfinder (und viele Menschen auf der Welt) schlecht. Ein dezentraler Devisenmarktplatz wie Ripple kann jedoch nicht durch eine einzelne Fehlentscheidung scheitern. Diese Überlegung ist keinesfalls nur theoretischer Natur. In Wahrheit scheitern traditionelle Währungen, die eine Zentralbank herausgibt, immer wieder wenigstens in kleinem Maßstab. Es genügt eine Leitzinsveränderung, um den Wert der Währung gravierend zu beeinflussen und damit große Folgen für die Wirtschaft des betroffenen Währungsraumes anzustoßen. Wenn diese Folgen negativ sind, weil etwa der Leitzins erhöht wurde, die Währung sich anschließend verteuert und Unternehmen des Wahrungsraumes danach mit Exportschwierigkeiten kämpfen, dann ist das ein kleines Scheitern. Die Entscheidung über die Leitzinsveränderung hat die Zentralbank getroffen, also ein vergleichsweise sehr kleines Gremium. Betroffen sind aber alle BürgerInnen und Unternehmen des Währungsraumes und sogar anderer Währungsräume, mit denen intensive Handelsbeziehungen bestehen. Im Ripple-Netzwerk sind solche Einzelentscheidungen nicht möglich. Daher schlummert darin sehr viel Potenzial.

TIPP: Zum Handel und Kauf von ZCash lesen Sie unseren Ratgeber-Artikel Ripple kaufen und handeln

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